Castrop-Rauxel will Flachdachbegrünung - Stadt will mit gutem Beispiel vorangehen

Klimaschutz

Castrop-Rauxel will in der allgegenwärtigen Diskussion über mehr Maßnahmen für den Klimaschutz jetzt auf die Begrünung von Flachdächern setzen. Ein Flyer mit wichtigen Infos ist geplant.

Castrop-Rauxel

, 16.11.2019, 14:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Castrop-Rauxel will Flachdachbegrünung - Stadt will mit gutem Beispiel vorangehen

Auch am Rathaus am Stadtmittelpunkt lassen sich schon seit Jahren grüne Vordächer finden. © Stadt

Andere Kommunen unter den Emscher-Anrainern sind in Sachen Flachdachbegrünung schon weiter. Jetzt will auch die Stadt Castrop-Rauxel in der Klimaschutzdebatte an dieser Stellschraube drehen und selbst mit gutem Beispiel vorangehen. In der Sitzung des Umweltausschusses am Dienstag, 19. November, um 17 Uhr im Ratssaal sollen dafür die Weichen gestellt werden.

Demnach ist bei der Aufstellung von Bebauungsplänen die Pflicht zur Dachbegrünung aus Klimaschutzgründen und zur Reduzierung des Niederschlagwassers „mit hohem Gewicht in die Abwägung einzubeziehen“. „Wo Flachdächer sind, soll die Begrünung in der Regel verpflichtend werden“, sagte die Technische Beigeordnete Bettina Lenort im Vorgriff auf die Sitzungen der Fachausschüsse in der kommenden Woche.

Zum Flachdach-Thema gehöre aber auch die sachgerechte Abwägung im Einzelfall. Bei öffentlichen Bauvorhaben, sprich Bauprojekten der Stadt selbst, will die Kommune die Gründachgestaltung prüfen und nach Möglichkeit umsetzen, um eine entsprechende Vorbildwirkung zu erzielen.

„Auch bei der Rathaussanierung“, heißt es in der entsprechenden Verwaltungsvorlage. Die Sanierung des Rathauses ist allerdings noch ein ganz anderes Kapitel.

Fahrzeughalle des EUV hast schon seit 20 Jahren ein grünes Dach

Bei der Begrünung von Flachdächern oder flachgeneigten Dächern soll der EUV-Stadtbetrieb Steigbügelhalter spielen und gucken, ob und wie möglicherweise Fördermittel generiert werden können. Auch wird der EUV einen Flyer mit wichtigen Infos für Privatleute erstellen.

Übrigens ist der Stadtbetrieb da selbst ein bisschen Vorreiter: Die Fahrzeughalle an der Herner Straße ist schon seit fast 20 Jahren mit einem grünen Dach ausgestattet. Und am Rathaus auf dem Forum selbst gibt es auch schon lange einige Vordächer, die begrünt sind. „Ein weiterer Anreiz für Hausbesitzer“, sagt EUV-Chef Michael Werner, „wäre eine mögliche Gebührenreduzierung, weil ja nicht mehr soviel Niederschlagswasser abgeleitet wird.“

Beratung im Bauausschuss am 21. November

Eine große Rolle könnte die Gründachstrategie etwa spielen beim Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept Stadtmittelpunkt (ISEK). In der Bauausschussitzung am 21. November soll über das vor der Sommerpause beratene Konzept entschieden werden. An dieser Stelle geht es zunächst um Fördermittel für eine Machbarkeitsstudie zur Ausschöpfung von Wohnbaupotenzialen.

Aber das ist alles noch bisschen Zukunftsmusik. Schon konkreter dürfte es im kommenden Jahr beim ISEK Merklinde werden, sagte Bettina Lenort. Bei der Quartiersentwicklung solle die Dachbegrünung eine große Rolle spielen.

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