Im Haus am Ginsterweg und den anderen Castrop-Rauxeler Altenheimen sollen Bewohner und Mitarbeiter bald ein drittes Mal gegen Corona geimpft werden. © Foto Thomas Schroeter
Corona-Impfung

Castrop-Rauxeler Altenheime sind bereit: Neue Regelung bei Drittimpfung

Vulnerable Gruppen sollen bald eine dritte Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten. In den Castrop-Rauxeler Altenheimen wird das allerdings anders laufen als beim ersten Mal.

Zuerst ältere Menschen und Risikopatienten hieß es zu Beginn der deutschen Corona-Impfkampagne. Mittlerweile ist so gut wie jeder dieser Gruppe, der kann und will, doppelt geimpft. Doch reicht das, um die Delta-Variante aufzuhalten? Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern sagen nein und machen den Weg für eine dritte Auffrischungsimpfung frei. Diese soll frühestens sechs Monate nach der zweiten verabreicht werden.

Logisch, dass auch hier wieder mit den Alten und besonders Gefährdeten begonnen wird. Ab September sollen sich diese ihre erste Impfung abholen können. Viele der betroffenen Menschen leben in Altenheimen. Wurden sie zu Beginn des Jahres noch von mobilen Impfteams versorgt, ist das Verfahren nun ein anderes.

Höherer Aufwand für Ärzte

Das sei nicht unbedingt negativ, meint Sven-Eric Leichner. Als Geschäftsleiter für die Region Ruhrgebiet-Nord und das Münsterland beim Evangelischen Johanneswerk ist er unter anderem verantwortlich für das Haus am Ginsterweg in Castrop-Rauxel. „Der Aufwand ist für uns geringer und für die Ärzte höher“, sagt er über den Wegfall der mobilen Impfteams.

Denn diese sind dafür zuständig ihre Patienten in den Altenheimen zu impfen. „Wir kümmern uns nur darum, den Ärzten mitzuteilen, wer geimpft werden will“, sagt Leichner. Dabei sei die Impfbereitschaft sehr hoch. Gerade vor dem Hintergrund der Delta-Variante hält Leichner diese Impfung auch für sinnvoll. „Ich bin froh wenn unsere Bewohner die Auffrischungsimpfung bekommen“, sagt er. Gerade schwere Verläufe soll diese verhindern.

Zeitnah und einfach

Auch das Josefshaus-Altenheim hat bereits Schreiben an alle Hausärzte geschickt mit der Bitte die Bewohner in den nächsten zwei bis drei Wochen zu impfen, erzählt die Einrichtungsleiterin Anja Schmalz. „Uns ist wichtig, dass das zeitnah und so einfach wie möglich geschieht“, so Schmalz weiter. Damit sich die Impfung nicht verzögert, hat Arzt Dr. Holger Knapp angeboten, am 1. September in die Einrichtung zu kommen und auch Patienten anderer Ärzte die Drittimpfung zu verabreichen – egal ob Bewohner oder Mitarbeiter.

Denn auch diese sind für eine dritte Impfung berechtigt, da sie engen Kontakt zu Menschen aus Risikogruppen haben. Ob sie diese in der Einrichtung oder normal beim Hausarzt erhalten, bleibt dabei ihnen überlassen.

In den drei Einrichtungen der Geros GmbH in Castrop-Rauxel organisiert man die Impfungen zentral. „Ein Hausarzt kommt und impft alle“, sagt Geschäftsführer Alexander Boulbos.

Auch im St. Lambertus-Seniorenzentrum und den beiden Altenheimen der Awo in Castrop-Rauxel sind die Vorbereitungen für die Drittimpfungen getroffen. Für Organisation und Durchführung der Impfungen sind dort die Hausärzte zuständig.

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