Castrop-Rauxeler Bäumen geht‘s besser als noch vor Jahren

Natur

Der Klimawandel und Schädlinge setzen unseren Baumarten zu. Darum kümmert sich die Stadt besonders um die Bäume in Castrop-Rauxel. Diese Arbeit zeigt nun Erfolg.

Castrop-Rauxel

09.12.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viele Bäume sind durch den Klimawandel zunehmend anfälliger für Krankheiten. Wie diese Platane, ist diese Baumsorte besonders betroffen von der Pilzkrankheit Massaria.

Viele Bäume sind durch den Klimawandel zunehmend anfälliger für Krankheiten. Wie diese Platane, ist diese Baumsorte besonders betroffen von der Pilzkrankheit Massaria. © Stadt Castrop-Rauxel

Für die Pflege von rund 16.000 Bäumen trägt der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen der Stadtverwaltung die Verantwortung. In diesem Zuge werden auch regelmäßig Schädlingskontrollen durchgeführt – je nach Baumart, fallen diese unterschiedlich kompliziert aus.

Kontrolle von 1000 Platanen besonders aufwendig

Von diesen 16.000 Bäumen werden regelmäßig rund 1000 Platanen kontrolliert. Da Platanen gefährdet durch die Pilzkrankheit Massaria sind, sind flächendeckende Spezial-Arbeiten notwendig – denn besonders das Ruhrgebiet ist schwer betroffen.

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Die Kontrollen sind bei dieser Baumart besonders aufwendig, da die Pilzkrankheit ausschließlich auf der Astoberseite vorkommt, müssen für alle 1000 Platanen Hebebühnen genutzt werden.

Ergebnisse zeigen erfreulichen Trend

Nachdem im Jahr 2018 noch die Hälfte aller kontrollierten Platanen von der Pilzkrankheit Massaria befallen war, zeigen die Zahlen einen erfreulichen Trend.

Denn: Innerhalb der vergangenen drei Jahre ist die Anzahl befallener Bäume gesunken.

Ein Jahr später waren zwar immer noch rund 39 Prozent der kontrollierten Bäume von der Krankheit betroffen, in diesem Jahr steht aber fest: Nur noch rund 20 Prozent der Platanen sind von Massaria befallen.

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Da nicht immer genau gleich viele Platanen kontrolliert wurden, können die Zahlen nicht vollends miteinander verglichen werden, erklärt Bereichsleiter Klaus Breuer. Man sehe aber trotzdem: „Die nachhaltige Pflege der Platanen scheint sich langsam auszuzahlen.“

Viele Erkrankungen können nicht bekämpft werden

Aufgrund des Klimawandels können viele Baumarten trotz regelmäßiger Pflege nicht gerettet werden.

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Neben einer zunehmenden Anfälligkeit, wird auch der Verlauf von Erkrankungen schneller. Hiervon sind vor allem Ulmen, Eschen und Kastanien betroffen. Wie der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen erklärt, müsse man zukünftig auf resistentere Baumsorten setzen.

Wie es in der Pressemitteilung heißt, wird dies bei Neupflanzungen bereits umgesetzt. Hier etabliert die Stadt vor allem bienenfreundlichere Sorten – neben Obstbäumen, werden auch Gleditschien, Linden, Eichen oder Erlen in Castrop-Rauxel gepflanzt.

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