Baumwoll-Handel blüht: Castrop-Rauxeler Läden geht der Stoff aus

Maskenpflicht

Castrop-Rauxel näht, denn am Montag kommt die Maskenpflicht. Doch die Auswahl an Farben schrumpft, Gummiband ist wegen der Corona-Krise kaum noch zu bekommen. Jetzt gilt es, schnell zu sein.

Castrop-Rauxel

, 26.04.2020, 12:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blumenmotive sind gerade bei Frauen sehr beliebt.

Blumenmotive sind gerade bei Frauen sehr beliebt. © picture alliance/dpa

Bunt mit Blumen oder klassisch schwarz - das sind die Trendfarben für das neueste und möglicherweise lebenswichtige Accessoire dieses Sommers: die Maske. Ab Montag besteht in ganz NRW Maskenpflicht, damit sich das Coronavirus nicht ausbreiten kann.

Für kreative Castrop-Rauxeler bedeutet das, sich mit Stoff und Gummiband einzudecken und zu nähen, was der Faden hält. Doch langsam geht der Stoff aus.

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„Wir haben seit Mittwoch einen riesigen Ansturm, damit hatten wir nicht gerechnet“, erzählt Janine Gottschalk, Geschäftsführerin des Stoffladens Sinahe an der Oberen Münsterstraße. „Alle wollen Masken nähen. Unsere Kunden stehen teilweise eine ganze Stunde lang in der Schlange.“

Unisex-Farben fast ausverkauft

Begehrt seien Baumwollstoffe und Gummibänder. Noch ist beides vorrätig, doch das Telefon klingele ununterbrochen. „Nach Ladenschluss haben wir noch bis 2 Uhr Pakete gepackt. Wir kommen bei unseren Onlinebestellungen kaum hinterher“, sagt Gottschalk.

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Hinzu kommen Lieferschwierigkeiten der Großhändler. Deswegen ist die Auswahl an Farben und Mustern stark geschrumpft. „Stoffe für Männer, in schwarz oder grau, sind kaum mehr vorhanden“, erzählt Janine Gottschalk.

„Frauen wählen gerne blumige Muster mit Sternen oder Tupfen. Ein bisschen davon haben wir auch noch da“, sagt sie am Freitag (24.4.).

Sie hatte erst selbst überlegt, Masken zu nähen, doch der große Ansturm an Kunden lasse das nun einfach nicht zu. „Vielleicht komme ich am Wochenende dazu, aber ganze Aufträge - das schaffe ich nicht.“

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