Castrop-Rauxels Friseure: Nächster Termin am Samstag - oder Mitte Juni

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Sechs Wochen lang blieben die Friseure geschlossen. Wir haben uns in Castrop-Rauxel umgehört, ob die Haarsalons nun einen großen Ansturm erleben und wie die Kunden die Situation empfinden.

Castrop-Rauxel

, 08.05.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sonne strahlt, in der Castroper Altstadt sitzen viele Menschen rund um den Reiterbrunnen und genießen das tolle Wetter. Zeigen wollen sie sich natürlich auch mit einer schönen Frisur. Doch die Friseure hatten sechs Wochen lang geschlossen. Nun sind sie wieder geöffnet und erleben einen riesigen Ansturm.

Betreten werden darf der Laden nur mit einem Mund-Nasen-Schutz, den auch die Mitarbeiter tragen müssen. Wer die Haare geschnitten bekommen möchte, braucht dafür einen Termin. Doch die Wartezeiten darauf fallen sehr unterschiedlich aus.

Personen der Risikogruppe bekommen spezielle Termine

„Wir können den nächsten freien Termin erst wieder Ende Mai anbieten“, sagt Nina Pawlowski vom gleichnamigen Haarstudio an der Langen Straße in Habinghorst. Sie hält jedoch auch Einzeltermine für Personen aus der sogenannten Risikogruppe bereit. Die Kunden befänden sich dann mit dem Friseur alleine im Lokal. Nina Pawlowski biete aber auch Hausbesuche an.

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Beim Friseur Wagener an der Wittener Straße in Castrop müssen sich die Kunden sogar bis Mitte Juni gedulden, wie der Inhaber Stefan Wagener erklärt. Der Ansturm sei ungebremst.

Keine Rasur, Bartpflege oder Färbung der Augenbrauen erlaubt

Anders die Situation beim Haarsalon Melis am Marktplatz in Castrop sowie beim Hairsalon Goodlife an der Widumer Straße. „Sie könnten jetzt einen Termin für Samstagmittag haben“, sagt Murat Genc, Inhaber vom Friseursalon Melis, am Donnerstagnachmittag. Aber nur zum Haareschneiden. Denn „gesichtsnahe Dienstleistungen“ wie Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege sind verboten.

Tuncay Kus vom Hairsalon Goodlife berichtet, die Situation habe sich bereits etwas entspannt. „Die ersten beiden Tage waren echt heftig. Ich habe noch nie so einen großen Ansturm erlebt“, so Tuncay Kus. Die Kunden hätten bis zur Einfahrt zum Parkdeck des Einkaufszentrums Widumer Platz Schlange gestanden.

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Doch nach der sechswöchigen Schließung hätten die Kunden damit kein Problem gehabt. „Die Kunden sind einfach glücklich, dass die Friseure wieder geöffnet haben“, sagt Stefan Wagener.

Der Mund-Nasen-Schutz wird zur Gewohnheit

Nina Pawlowski hat in ihrem Haarstudio nach der Pause zudem noch einen positiven Aspekt bemerkt: „Vor allem unsere Kundinnen unterhalten sich nun mehr untereinander, weil sie keine Zeitschriften lesen dürfen.“ Stefan Wagener muss diese Freude allerdings etwas trüben: „Das ist zwar schön, aber eigentlich sollte die Kommunikation eher reduziert werden, um den Mundschutz nicht zu sehr zu befeuchten.“

Der Mund-Nasen-Schutz an sich sei aber kein Problem. Tuncay Kus sagt: „Die Leute kennen das bereits vom Einkaufen. Viele sagen, dass sie den kaum noch bemerken, er gehört einfach dazu.“

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