Castrop-Rauxels Krankenhäuser sehen sich auf Coronavirus vorbereitet

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Vermehrt tauchen nun Betroffene des Coronavirus in NRW auf. Die Bevölkerung gerät immer mehr in Sorge, doch die Krankenhäuser in Castrop-Rauxel fühlen sich gut vorbereitet.

Castrop-Rauxel

, 26.02.2020, 17:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Castrop-Rauxels Krankenhäuser sehen sich gut auf den Coronavirus vorbereitet. Sie stehen in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen.

Für den Krankenhausbetrieb seien genügend Vorsichtmaßnahmen getroffen worden, sagt Oliver Lohr, Standortleiter am Rochus-Hospital. Bestände von Masken und Desinfektionsmitteln seien aufgestockt worden, so dass es nicht zu Engpässen komme.

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Des Weiteren halte sich das katholische Krankenhaus in Castrop-Rauxel an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und sorge für genügend Hygienevorkehrung.

Im Rochus-Hospital sind Isolationsmöglichkeiten vorhanden

Auch Isolationsmöglichkeiten seien im Rochus-Hospital vorhanden. „Bei Bestätigung eines Falles von Coronavirus würden wir den Patienten allerdings in ein nächstgrößeres Klinikum mit gesonderten Möglichkeiten überweisen“, sagt Lohr.

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Für das EvK teilte Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter am Nachmittag mit, grundsätzlich gebe es beim Verdacht auf Infektionen oder im Fall einer Pandemie ein „klar strukturiertes Vorgehen“ am EvK. Das gelte auch für den Coronavirus.

Im EvK sieht man sich gut auf etwaige Coronavirus-Fälle vorbereitet.

Im EvK sieht man sich gut auf etwaige Coronavirus-Fälle vorbereitet. © Thomas Schroeter

Für den Fall, dass ein Patient mit den entsprechenden Symptomen ins EvK eingeliefert werde, bis maximal 14 Tage zuvor Kontakt mit einem Coronavirus-Pateienten gehabt oder sich im Risikogebiet aufgehalten habe, werde er so lange „isoliert untergebracht“, bis der Labor-Abstrich eine eindeutige Klärung gebracht hat. Versorgt würde ein solcher Patient durch Personal in Schutzkleidung.

Evangelische Krankenhausgemeinschaft hat spezielle Isolierstation

Zur Isolation gebe es in der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel, zu der das EvK gehört, am Standort Eickel eine spezielle Isolierstation, wo sich auch die Klinik für Infektiologie und Pneumologie mit ihrem zertifizierten Zentrum für Infektiologie befindet.

Heinz-Werner Bitter, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel, die das EvK betreibt.

Heinz-Werner Bitter, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel, die das EvK betreibt. © Tobias Weckenbrock

Isoliert werden könne aber auch in Einzelzimmern, die eine eigene Nasszelle haben, erklärt Bitter. Darüber hinaus wäre es im Ernstfall möglich, ganze Stationen umzuwidmen. Auch in der Notaufnahme könnte bereits eine erste Isolation stattfinden, damit es keinen Kontakt zu anderen Patienten gäbe.

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