Begeisterung bei den über 800 Zuhörer(innen) in der Europahalle: Mit Chris Norman meldete die Europahalle endlich mal wieder ausverkauftes Haus. © Volker Engel
Europahalle

Chris Norman: Erster Gig nach zwei Jahren – Solidarfonds meldete ausverkauft

Was für ein Auftakt: „Solidarfonds in Concert“ heißt eine neue Event-Reihe in Castrop-Rauxel. Erster Bühnen-Star: Chris Norman. Die Halle war ausverkauft. Über 40 Fotos und wie es nun weiter geht.

Cause for 24 years I’ve been living next door to Alice: Wer bei diesem Satz sofort an einen Rock-Pop-Klassiker denkt und ins Singen (oder Grölen) gerät, der kennt Chris Norman. Die Rock-Legende war einst Frontmann der britischen Band Smokie. Aber er ist auch als Künstler unter seinem eigenen Namen weltberühmt. Und jetzt spielte dieser Chris Norman in Castrop-Rauxel.

Damit war er der erste in einer neuen Reihe mit dem Titel „Solidarfonds in Concert“, mit der Macher der Solidarfonds-Stiftung NRW, Dr. Michael Kohlmann, die Zeit nach den diversen Lockdowns der Corona-Pandemie füllen will.

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Chris Norman: Corona-Comeback in Castrop-Rauxel

Bisher machte der Solidarfonds eigentlich vor allem mit seiner großen Schlagerparty, einmal im Jahr in der Europahalle mit Tausenden Gästen zu Hause, auf sich aufmerksam. Dort sammelte er viele der Gelder ein, die die Stiftung anschließend für Bildungsprojekte im ganzen Ruhrgebiet ausschüttete. Vielleicht ist aber auch „Solidarfonds in Concert“ ein Projekt, das Zukunft hat.

„Weltstar in Bestform“

Denn die erste Ausgabe dieser Reihe war ausverkauft. Es waren nicht die 3000 oder 4000 Leute da, die die Party erreichte – denn das ist bei den geltenden Infektionsschutzmaßnahmen (noch) nicht möglich. So kamen nun über 800 Besucher, die Emotionen und einen „Weltstar in Bestform“ erlebten, so Stiftungs-Vorsitzender Kohlmann. „Exklusiver und stimmungsvoller konnte der Neustart nach dem eineinhalbjährigen Corona-Lockdown kaum zelebriert werden“, urteilte der Macher selbst.

71 Jahre, aber kein Stück alt: Chris Norman trat erstmals nach zwei Jahren Corona-Pause wieder auf die Bühne und spielte ein Konzert, das vielen lange in Erinnerung bleiben wird.
71 Jahre, aber kein Stück alt: Chris Norman trat erstmals nach zwei Jahren Corona-Pause wieder auf die Bühne und spielte ein Konzert, das vielen lange in Erinnerung bleiben wird. © Volker Engel © Volker Engel

Erst mit Smokie in den 70ern, dann solo seit den 80er-Jahren tourte der Brite mit der unverkennbaren Reibeisenstimme um die Welt. Und der 71-Jährige ist sich bis heute treu geblieben, wie er in Castrop-Rauxel unter Beweis stellte. Zwar fehlte kaum ein 70er-Hit von Smokie, vom Erstling „If you think you know how to love me“ über „I’ll meet you at midnight“, „Don’t play your Rock’n’Roll to me“ und „Needles and Pins“ bis zur ewigen „Alice“.

Zwar kamen auch die Solo-Erfolge von Bohlens „Midnight Lady“ bis „Stumblin‘ in“ und „Gypsy Queen“ zur Geltung. Doch Norman bewies, dass er mit seinen jüngeren Kompositionen in der Jetzt-Zeit angekommen ist.

Neues Album, neue Songs: erstmals präsentiert

Verheißungsvoll klingen die ersten Songs seines in Kürze erscheinenden Albums „Just a Man“. In der Europahalle präsentierte er sie. Und die Fans waren von dem Crossover fasziniert. Schnell saß niemand mehr auf den Stühlen. Vor allem bei den Klassikern gab’s kein Halten. Textfest und mit strahlenden Augen ließen sich die Besucher allzu gern auf eine musikalische Zeitreise in ihre Kindheit und Jugend mitnehmen.

Auch für Chris Norman war es ein außergewöhnlicher Abend, sagte der Brite hinterher. Erstmals seit zwei Jahren stand er mit seiner Band wieder auf der Bühne. Es war sein einziges Live-Konzert in diesem Jahr in Deutschland. Umso größer war die Spielfreude, mit der der Sänger und Gitarrist das Publikum knapp zwei Stunden in seinen Bann zog.

Platz war in der bestuhlten Europahalle mit Corona-Auflagen durch die gesperrten Sitze für immer noch über 800 Menschen.
Platz war in der bestuhlten Europahalle mit Corona-Auflagen durch die gesperrten Sitze für immer noch über 800 Menschen. © Volker Engel © Volker Engel

„Alles hat trotz der herausfordernden Corona-Beschränkungen gepasst. Unsere Besucher haben einen unvergesslichen Abend erlebt“, meinte Michael Kohlmann. Und: „Daran wollen wir in den nächsten Jahren mit weiteren hochklassigen Events anknüpfen.“ Sein Plan: Die Reihe soll einmal im Jahr in der Europahalle stattfinden.

Sträter, Trepper, Knust: Jetzt folgt die Weihnachtsmatinee

Die nächste Benefiz-Veranstaltung der Stiftung steht aber schon kurz bevor: Ebenfalls in der Europahalle findet am Sonntag, 19.12., die Solidarfonds-Weihnachtsmatinee statt. Zu Gast sind einige der populärsten Comedians: Torsten Sträter, Wolfgang Trepper, Bruno „Günna“ Knust und das Duo Emil & Willnowksy. 11 bis 13 Uhr, Tickets ab 34 Euro im Internet bei Reservix, Eventim oder im Forum-Ticketshop an der Lönsstraße 12 in der Castroper Altstadt (Tel: 02305 22299).

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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