Coronavirus: Eine Bank in Castrop bleibt vorerst weiter geschlossen

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Als Schutzmaßnahme wegen der Coronapandemie hat eine Bankfiliale in der Castroper Altstadt ihre Türen geschlossen. Jetzt ist klar: Kunden müssen sich womöglich noch eine ganze Weile gedulden.

von Joel Kunz

Castrop

, 09.07.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit dem 9. März hat die Commerzbank-Filiale in der Castroper Innenstadt geschlossen. Laut Angaben der Bank war dies eine Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus in der Region. Sie sei zum Schutz der Kunden erfolgt. Aber ist das heute noch zeitgemäß, wo es kaum noch Infizierte gibt?

Es gebe noch keine festen Entscheidungen darüber, wann die Filiale in Castrop wieder öffnen wird, heißt es auf Nachfrage unserer Redaktion. Und man sagt auch nichts nach dem „ob überhaupt“: Die Pressestelle sagte am Mittwoch, man wolle Vorsicht walten lassen. Sie verweist auf die rasche Verbreitung des Virus im Kreis Gütersloh.

„Bewusst vorsichtige Schritte“

„Wir unternehmen bewusst vorsichtige Schritte in Richtung Lockerung“, sagte Birgit Müller, Commerzbank-Pressesprecherin für den Bereich West, auf eine Anfrage unserer Redaktion. „Seit Anfang Mai haben wir schrittweise rund 250 Filialen wieder geöffnet, sodass damit insgesamt derzeit rund 450 Filialen geöffnet sind. Stand heute gibt es keine Entscheidung über weitere Filialöffnungen.“

Bereits im vergangenen Herbst hatte die Bank angekündigt, bundesweit Filialen schließen zu wollen. Gewerkschafter befürchten inzwischen einen größeren Stellenabbau als ursprünglich geplant, berichtete jüngst das „Handelsblatt“. So sorgen sich viele Kunden darum, dass Filialen nach Ende der Coronakrise gar nicht mehr öffnen.

Die drei Angestellten der Castroper Filiale arbeiten aktuell an anderen Standorten. Sie seien weiterhin für ihre Kunden erreichbar. Der Selbstbedienungsbereich der Filiale steht weiterhin zur Verfügung.

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