Corona-Verordnung: Eine nicht angemeldete Feier kostet 500 Euro Bußgeld

hzZahlen steigen

Die Corona-Zahlen in Castrop-Rauxel und im Kreis müssen nur noch wenig ansteigen, ehe weitere Restriktionen drohen. Etwa private Feiern nur noch im kleinen Rahmen. Experten warnen daher.

Castrop-Rauxel

, 03.10.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Private Feiern in angemieteten Räumen müssen drei Tage vor der Feier beim Ordnungsamt angemeldet werden. Geschieht das nicht, werden mindestens 500 Euro Bußgeld fällig.

Die Corona-Situation in Castrop-Rauxel und der Region ist unübersichtlich. Immer mehr Infektionen werden ertestet, immer mehr jüngere Menschen sind unter den Infizierten, immer mehr Menschen bleiben dabei aber völlig symptomlos.

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Das Robert-Koch-Institut stellt dazu fest: „Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein

weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten. Daher ist es weiterhin notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert.“

Der Anteil der Verstorbenen unter den seit der 30. Kalenderwoche gemeldeten COVID-19-Fällen liegt laut RKI kontinuierlich unter 1 % und hat damit im Vergleich zum Infektionsgeschehen im Frühjahr, insbesondere im April, deutlich abgenommen.

Es gibt Auflagen für private Feiern in angemieteten Räumen.

Es gibt Auflagen für private Feiern in angemieteten Räumen. © Land

Das erklärt sich das RKI mit verschiedenen Gründen: Zum einen erkranken aktuell jüngere Menschen, die meist weniger schwer erkranken. Außerdem wird breiter getestet, damit würden auch vermehrt mildere Fälle erkannt werden.

Auch diese Menschen können das Virus aber übertragen und gefährden damit ältere Menschen. Wenn sich wiederum wieder vermehrt ältere Menschen anstecken, werden laut RKI wieder mehr schwere Fälle und Todesfälle auftreten.

Aus diesen Gründen haben das Land und die Stadt Castrop-Rauxel die Corona-Verordnungen gerade in Bezug auf private Feiern oder Veranstaltungen, die nicht der lebenswichtigen Versorgung gelten, verschärft oder kontrollieren diese Verordnungen schärfer.

Die Bußgelder wurden erhöht.

Die Bußgelder wurden erhöht. © Land

Gerade angesichts der Neuinfektionen der vergangenen Tage in Castrop-Rauxel, als die Zahl in vier Tagen um 18 Neuinfizierte stieg, stimmen Experten bedenklich. Die Zahl der aktuell Infizierten ist so in den vergangenen 20 Tagen von 7 Infizierten nach und nach auf jetzt 30 Infizierte (Freitag) gestiegen. Am Wochenende melden der Kreis und die Bezirksregierung keine neuen Zahlen, um so spannender wird es sein, am Montag zu gucken, wie sich der Infizierten-Wert über das Wochenende entwickelt hat.

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Der Kreis Recklinghausen lag vor einer Woche noch bei 16,7 Infizierten auf 100.000 Einwohner. Am Freitag (2.10.) lag der Wert bereits bei 29,7, und damit nur noch 5,3 unter dem Wert von 35, bei dem erste Restriktionen verschärft werden.

Sollte es in einem einzigen Ort des Kreises zu einem größeres Ausbruch kommen, könnte der erste kritische Wert also ganz schnell erreicht werden.

Dann wären etwa private Feiern im öffentlichen Raum auch in Castrop-Rauxel sofort nur noch mit maximal 50 Personen erlaubt.

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