Corona-Koordinierungsstelle: Viele Castrop-Rauxeler baten um Hilfe

Coronavirus

Die Caritas Castrop-Rauxel war zur Stelle, als Ende März die Hilfsangebote aus dem Boden schossen. Sie ist jetzt immer noch da und sagt: Die Anfragen werden mehr, die Sorgen sind vielfältig.

Castrop-Rauxel

, 02.05.2020, 07:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ältere Menschen und Vorerkrankte sollen möglichst zu Hause bleiben. Nur wie bekommen sie dann Nachschub an Lebensmitteln? Ehrenamtliche können hier helfen. Die Caritas vermittelt Angebot und Nachfrage.

Ältere Menschen und Vorerkrankte sollen möglichst zu Hause bleiben. Nur wie bekommen sie dann Nachschub an Lebensmitteln? Ehrenamtliche können hier helfen. Die Caritas vermittelt Angebot und Nachfrage. © dpa

Seit Mitte März koordiniert die Caritas Castrop-Rauxel Hilfsangebote von Castrop-Rauxelern für Castrop-Rauxeler. Knapp 80 Personen haben in diesem Zuge bereits ihre Hilfe angeboten, knapp 40 Personen haben sich bei der Caritas gemeldet, um Hilfe zu erhalten. Die Nachfrage wächst, sagen die Verantwortlichen.

Zu Beginn der Maßnahmen gegen das Corona-Virus seit Mitte März waren in verschiedenen Bereichen ehrenamtliche Hilfsangebote aufgekommen. Um diese Angebote zu koordinieren und Helfer und Hilfesuchende auch zueinander zu bringen, hatte Bürgermeister Rajko Kravanja die Caritas gebeten, die Machbarkeit einer Koordinierungsstelle zu prüfen.

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Seit dem 17. März werden dort nun Angebote vermittelt. Dabei sind es vor allem Senioren, die sich melden und gerade Hilfe für Einkäufe oder Apothekengänge suchen. Aber auch das Thema Einsamkeit taucht mehrfach bei Anrufen auf.

Weiteres Problem: Einsamkeit

„Mehrere Senioren riefen an, weil sie den ganzen Tag alleine zu Hause sind und

niemanden zum Reden haben“, so Caritas-Chefin Veronika Borghorst. „Sie können nicht die Wohnung verlassen oder an gewohnten Veranstaltungen teilnehmen und fühlen sich sehr einsam. Diese Menschen erhalten nun regelmäßig ‚Hausbesuche‘ per Telefon durch Ehrenamtliche, da persönliche Kontakte nicht möglich sind.

Die Hilfsangebote würden gut angenommen, so Borghorst weiter, jedoch würden weiterhin Helfer gesucht: unter anderem Freiwillige, die Alltagsmasken nähen könnten. Aber auch in anderen Bereichen freut sich die Caritas über ehrenamtliche Helferinnen und Helfer: „Mehrere Ehrenamtliche unterstützen die Hilfesuchenden seit Wochen, einige arbeiten schon wieder und können nicht mehr helfen. Aufgrund der steigenden Nachfrage suchen wir weitere Personen, die bereit sind, Einkäufe oder kleinere Besorgungen zu erledigen“, so Veronika Borghorst.

So nimmt man Kontakt auf

Helfer und Hilfesuchende können sich montags bis freitags zwischen 9.30 und 12 Uhr unter Tel. 02305 / 9235524 an die Caritas wenden. Per E-Mail ist die Caritas über helfen@caritas-castrop-rauxel.de zu erreichen.
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