Corona-Krisen-Konferenz: Beschließen Bürgermeister heute neue Einschnitte?

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Die Coronavirus-Pandemie entfaltet ihre volle Kraft. Die 2. Welle kam früher und kräftiger als erwartet. Weil die Inzidenz hoch ist, tagen jetzt die Bürgermeister. Gibt es Einschnitte?

Kreis Recklinghausen

, 28.10.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aktualisierung am 28.10.: Die Konferenz wurde spontan auf Donnerstag (29.10.) verschoben. Sie soll am Vormittag stattfinden. Grund ist die große Berliner Konferenz, auf deren Entscheidungen der Kreis Recklinghausen erst warten wollte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am heutigen Mittwoch (28.10.) mit den Ministerpräsidenten verabredet: In der Corona-Krisen-Konferenz, die per Video-Schalte stattfindet, geht es möglicherweise um weitere Maßnahmen, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Parallele im Kreis Recklinghausen: Hier tagen die Bürgermeister mit dem Landrat, um genau dasselbe zu tun. Denn dem Kreis Recklinghausen geht es zurzeit noch schlechter als dem Bund insgesamt: Die Zahl der Neuinfektionen läuft davon. Auch wenn Sperrstunde und erweiterte Maskenpflicht nun schon länger gelten, die Zahl der Neuinfektionen wächst weiter.

Weitere Maßnahmen sind wahrscheinlich

„Wir müssen weitere Maßnahmen beschließen“: Das sagte Castrop-Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja am Montagabend mit Blick auf den Termin am Mittwoch. Es komme „sicher im Laufe der Woche ein Zeichen von uns, von der Kanzlerin oder den Ministerpräsidenten zu weiteren Regelungen. Davon gehe ich aus“, sagte Kravanja bei einer Live-Sprechstunde im Internet, bei der er Fragen der Bürger beantwortete.

Kravanja verriet einen weitgehend unbekannten Sicherheitsmechanismus der Corona-Ampel: Wenn die 7-Tage-Inzidenz länger als zehn Tage über dem Wert von 50 liege, seien die Behörden „zu weiteren Maßnahmen angehalten“. Kravanja: „Mit einer Inzidenz von 150 sind wir das dreifache Risikogebiet, wenn man so will. Wir müssen uns am Riemen reißen!“

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