Corona-Schutz bei Feuerwehr: Castrop-Rauxel hat seine eigenen Regeln

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In manchen Städten hat die Feuerwehr angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen drastische Maßnahmen getroffen, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. In Castrop-Rauxel läuft das anders.

Castrop-Rauxel

, 16.10.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Fallzahlen sind in den vergangenen Tagen sprunghaft angestiegen. Wo eben möglich, wird daher wieder vermehrt aus dem Homeoffice gearbeitet. Doch was bedeuten die derzeitigen Entwicklungen für Bereiche, in denen Homeoffice keine Option ist? Die Feuerwehren ergreifen beispielsweise gänzlich unterschiedliche Maßnahmen.

Kein Corona-Fall bei Feuerwehr Castrop-Rauxel

Die Feuerwehr Dorsten ist einen äußerst radikalen Schritt gegangen, um ihre Mitglieder vor einer möglichen Corona-Infektion zu schützen. Bis auf Weiteres wird im Ernstfall zumeist lediglich auf die hauptamtlichen Einsatzkräfte zurückgegriffen.

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Dadurch, dass man vorerst auf die Unterstützung durch ehrenamtliche Feuerwehrleute verzichte, wolle man das Infektionsrisiko reduzieren, hieß es von Seiten der Dorstener Feuerwehr. Hierfür wurde eigens die Alarm- und Ausrückordnung (AAO) geändert.

Eine derartige Maßnahme hat man bei der Feuerwehr Castrop-Rauxel indes noch nicht getroffen und setzt stattdessen auf eine andere Regelung – die bislang erfolgreich zu sein scheint.

Kleinere Gruppen, vermehrte Übungen

„Unter den Mitarbeitern der Feuerwehr und des Rettungsdienstes sowie den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr gab es bislang noch keine Corona-Infektion“, erklärt Sprecher Florian Brandt.

Aus diesem Grund habe man bislang darauf verzichtet, weitere organisatorische Maßnahmen zu treffen. Laut Brandt erfolge die „Unterstützung des Hauptamtes durch das Ehrenamt weiterhin unverändert“ und betreffe dabei nur die Einsätze.

In Dorsten führten die drastischen Maßnahmen dazu, dass die Ehrenamtlichen zuhause bleiben mussten und trotz des grundsätzlichen Verständnisses zunehmend vor allem das Gemeinschaftsgefühl vermissten.

Sicherheit bleibt gewährleistet

Das Engagement ist demzufolge auch in Krisenzeiten groß – auch bei der Feuerwehr in Castrop-Rauxel. „Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind nach wie vor motiviert und deshalb gibt es im Einsatz derzeit auch keine Veränderungen“, betont Brandt.

Dennoch ist man in Castrop-Rauxel dazu übergegangen, die Übungsdienste für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute in kleineren Gruppen und daher häufiger durchzuführen. Die Kontakte sollen auf diese Art und Weise weitestgehend reduziert werden.

Doch haben diese notwendigen Sicherheits-Vorkehrungen möglicherweise Auswirkungen auf die Arbeit im Ernstfall? „Nein“, unterstreicht Brandt. Im Gegenteil: „Wir können die Sicherheit auf jeden Fall in gleichbleibender Qualität gewährleisten“, so der Feuerwehrsprecher.

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