Vorbeugung gegen Corona-Virus: Lieber dauernd Hände waschen als Mundschutz tragen

Gesundheitstipps

Ein Castrop-Rauxeler Apotheker gibt Ratschläge in Sachen Corona-Virus: Ein Mundschutz sei nur in Einzelfällen nötig. Aber ein paar andere recht simple Dinge helfen - und zwar gegen jeden Virus.

Castrop-Rauxel

, 08.02.2020, 09:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vorbeugung gegen Corona-Virus: Lieber dauernd Hände waschen als Mundschutz tragen

Einen Mundschutz müssen nur Menschen benutzen, die Kontakt zu einem Erkrankten hatten oder sich im chinesischen Risiko-Gebiet aufgehalten haben. © dpa

Das Corona-Virus, der die chinesische Provinz Wuhan im Griff hat und die ganze Welt in Atem hält, beschäftigt auch die Menschen in Castrop-Rauxel. Das hat Claus Ehrensberger, Sprecher der Apothekerschaft in Castrop-Rauxel, beobachtet.

Seit Bekanntwerden der ersten Corona-Infektionen in Deutschland sei die Sorge bei den Menschen vor einer Ansteckung mit der neuartigen Lungenkrankheit groß. „Mundschutz-Masken sind derzeit stark gefragt und oftmals nicht mehr über den Großhandel erhältlich“, sagt Ehrensberger.

Mundschutz nur in Einzelfällen nötig

Aktuell empfohlen würde ein solcher Mundschutz aber sowieso vor allem den Menschen, die in den vergangenen 14 Tagen – so lange kann es nach einer Ansteckung dauern, bis die Symptome auftreten – Kontakt zu einem Erkrankten hatten oder sich im chinesischen Risiko-Gebiet aufgehalten haben. Damit solle verhindert werden, dass sie andere anstecken.

Vorbeugung gegen Corona-Virus: Lieber dauernd Hände waschen als Mundschutz tragen

Claus Ehrensberger, Sprecher der Apothekerschaft in Castrop-Rauxel © Marcel Witte

Das Corona-Virus ruft laut Ehrensberger die klassischen Symptome einer viral ausgelösten Lungenentzündung hervor: Fieber mit Husten, manchmal Atemschwierigkeiten und Muskelschmerzen. Die Symptome ähnelten stark denen der aktuellen Grippewelle.

Bester Schutz ist das Händewaschen

Um unnötige Verdachtsfälle zu vermeiden, sollten zur Vorbeugung von viralen Erkrankungen vor allem die zentralen Hygiene-Regeln beachtet werden, empfiehlt der Schweriner Apotheker. Damit könne man sich nicht nur vor dem Corona-Virus, sondern auch vor einem grippalen Infekt oder der echten Influenza schützen.

Ehrensberger: „Der beste Schutz ist aktuell das regelmäßige Händewaschen, um Schmierinfektionen zu vermeiden. Dies muss mindestens für 20 Sekunden und mit Seife geschehen. Die Wassertemperatur ist dabei nicht relevant.“

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Besonders, wenn man Türklinken oder Haltegriffe in Bus und Bahn angefasst hat, sollte man sich die Hände waschen oder mal ein Handgel zur Desinfektion benutzen. „Hier sollte man darauf achten, dass das Gel auch gegen Viren hilft.

Es sei dabei besser, sich regelmäßig mit Seife gründlich die Hände zu waschen, als sich nur zweimal am Tag die Hände zu desinfizieren. Zudem, so sein Rat, sollten zum Naseputzen Einweg-Taschentücher benutzt und danach über den Restmüll entsorgt werden.

Drei wichtige Verhaltensmaßregeln

Vor allen anderen Dingen aber gelte: Ruhe zu bewahren und nicht in Panik verfallen. Und nach Möglichkeit die Empfehlungen für die Handhygiene einhalten und diese Husten-und-Nies-Etikette zu beachten:

  • Man sollte nicht in die Hände, sondern in ein Taschentuch niesen oder husten und sich dabei von anderen Menschen wegdrehen.
  • Ist gerade kein Taschentuch zur Hand, soll eher die Armbeuge herhalten – nicht die Hand.
  • Und natürlich gilt auch nach dem Naseputzen: gründlich Händewaschen.
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