Coronafall an Elisabethschule: Betreuung bleibt geschlossen

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Das DRK testet an der Elisabethschule am Montag 58 Kinder, Lehrer und Betreuungskräfte auf das Coronavirus. Es ist schon jetzt klar, dass die Betreuung bis Ende der Woche geschlossen bleibt.

Obercastrop

, 28.09.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem Schulhof an der Elisabethstraße spielen Kinder Fangen und Verstecken. Es ist Pause. „Geht‘s Dir gut“, ruft ein Kind einem Passanten zu. Und auf die Gegenfrage antwortet es fröhlich: „Mir geht‘s gut.“ Die Normalität trügt. Es fehlen Kinder auf dem Schulhof. Kinder vor allem aus einer vierten Klasse.

Hier wurde ein Kind positiv auf Corona getestet. Das wurde am Freitag (25.9.) bekannt. Christina Schreiber, kommissarische Schulleiterin der dreizügigen Elisabethschule, hatte auf der Homepage der Schule die Eltern informiert. Ob sich jemand angesteckt hat, wird sich bald herausstellen. Der Kreis Recklinghausen hat am Montag ein mobiles Team des DRK nach Obercastrop geschickt.

Es testet alle Kinder, Lehrer und Betreuungskräfte aus der Offenen Ganztagschule in der Turnhalle. Dazu wurden die Kinder in Begleitung ihrer Eltern nach Schulschluss zur Schule gebeten. Anschließend geht es zurück in die Quarantäne. Die bleibt unabhängig vom Test-Ergebnis bestehen. Christina Schreiber hatte den 5. Oktober als letzten Quarantänetag genannt.

58 Personen wurden vom Kreis in Quarantäne geschickt

„Das Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen hat 58 Personen in Quarantäne geschickt“, informiert Lena Heimers aus der Pressestelle des Kreises. Dazu gehören die Klassenkameraden des Kindes sowie Schüler aus der dritten und vierten Jahrgangsstufe, die in einer gemeinsamen festen Betreuungsgruppe mit dem erkrankten Kind waren, eine Lehrperson und neun OGS-Betreuungskräfte. Weitere drei Lehrkräfte wohnen außerhalb des Kreises Recklinghausen, hier sind andere Gesundheitsämter zuständig, so Lena Heimers.

Die Schulleitung war am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. So bleibt die Frage unbeantwortet, inwiefern sich die Quarantäne indirekt auch auf andere Klassen auswirkt, weil Lehrer fehlen. Es sind, so der Kreis, vier Lehrkräfte betroffen. Klar ist allerdings, dass die Betreuung für alle Jahrgangsstufen ab Montag bis zum Freitag, 2. Oktober, geschlossen bleibt.

Alle Betreuer werden vorsorglich getestet

„Alle Betreuer werden getestet, da ein Kontakt zu dem erkrankten Kind nicht ausgeschlossen werden kann (schon aufgrund der Geschwisterkinder, die wir in der Jahrgangsstufe eins und drei sowie zwei und vier betreuen)“, heißt es in einem am Samstag ebenfalls auf der Homepage veröffentlichten Elternbrief.

Noch nicht endgültig geklärt ist, ob es nach der ersten Abstrichentnahme auf dem Schulgelände, aber separiert von allen anderen Kindern, noch eine zweite Testung nach ein paar Tagen geben wird. „Das wird noch geklärt“, so Kreis-Pressesprecherin Lena Heimers. Ausschlaggebend sei der zeitliche Abstand zum letzten Kontakt mit dem an Corona erkrankten Kind.

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