Beim Lieferservice unterscheiden sich Rewe, Real, Kaufland und Edeka

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Nicht nur Einzelhändler und Gastronome bieten momentan einen Abhol- oder Lieferservice an, auch Supermärkte wollen ihren Kunden damit unter die Arme greifen. Wer in Castrop-Rauxel mitmacht.

Castrop, Habinghorst, Schwerin

, 02.04.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die meisten Castrop-Rauxeler Supermärkte verhalten sich in der Coronakrise ähnlich. Sie haben Infoplakate aufgehängt, auf den Böden findet man Markierungen, damit die Kunden Abstand zueinander wahren, Informationsstände sowie Kassen sind mit Plexiglasscheiben ausgerüstet, der Einlass wird kontrolliert, damit sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig in den Supermärkten aufhalten.

Bestellungen hingegen laufen in den Märkten unterschiedlich ab.

Rewe Pöttinger und Real bieten Lieferservice

Bei Rewe Pöttinger in Habinghorst können Kunden telefonisch unter 02305/74121, per Mail unter poettinger.02330@rewe-do.de oder auch per Fax (02305/75537) bestellen. Wer möchte, kann seinen Einkauf im Laden abholen oder nach Hause liefern lassen. Dabei werden die vorgeschriebenen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften eingehalten, um niemanden zu gefährden.

„Diesen Service bieten wir schon seit 25 Jahren in unserer Filiale an. Allerdings sind die Bestellungen seit Corona exorbitant gestiegen“, erzählt Inhaber Christian Pöttinger.

Real an der Siemensstraße bietet einen Online-Service an. Über die Website können Kunden bestellen und die Mitarbeiter bereiten im Markt direkt die Einkäufe für die Lieferungen vor. Auch dort ist die Nachfrage groß, wie die Pressestelle berichtet. Die Läden seien schon für mehrere Tage ausgebucht.

Kein Sonderservice bei Edeka: Grund dafür sei Personalmangel

Edeka Richter auf Schwerin bietet normalerweise einen Lieferservice an, dieser wurde aber vorerst eingestellt. „Die Ansteckungsgefahr ist uns für Kunden und Mitarbeiter zu hoch“, sagt Marktleiter Ramazan Bayat.

Auch bei Edeka Gronemann wird nicht geliefert. Beide Edeka-Märkte erklären, es sei momentan einfach nicht möglich. Schon für den normalen Supermarktbetrieb gebe es zu wenig Personal, weil die Kundenfrequenz massiv gestiegen sei und sich das Kaufverhalten vieler Kunden noch nicht normalisiert habe.

Erhöhtes Morgengeschäft bei Kaufland

Nick Nebel, Leitung der Kaufland-Filiale im Einkaufszentrum (EKZ) Widumer Tor erklärt, sein Kaufland liefere nicht. Man halte sich im Laden an die gesetzlichen Vorgaben und tue alles, damit die Kunden so problemlos wie möglich einkaufen könnten.

Problematisch sei neben den immer noch andauernden Hamsterkäufen, dass die meisten Kunden morgens kommen. „Sie haben Hoffnung, morgens sei mehr Ware da. Das ist aber ein Irrtum. Manchmal kommt Ware mittags, manchmal abends, aber dann ist auch eigentlich immer genug für alle da“, erklärt Nebel.

Die Öffnungszeiten haben sich in keinem der Märkte geändert.

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