Coronavirus: Castrop-Rauxeler Gymnasien versorgen ihre Schüler jetzt aus der Ferne

Schulen geschlossen

Die weiterführenden Schulen in Castrop-Rauxel schließen, damit sich das Coronavirus nicht ausbreiten kann. Jetzt werden die Schüler mit Aufgaben versorgt. Wie kann das funktionieren?

Castrop-Rauxel

, 16.03.2020, 10:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasiums werden jetzt per E-Mail mit Aufgaben versorgt.

Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasiums werden jetzt per E-Mail mit Aufgaben versorgt. © Iris Müller

Die Schüler blieben den weiterführenden Schulen in Castrop-Rauxel am Montag fern. „Heute war keiner da“, meldet Friedrich Mayer, Leiter des Ernst-Barlach-Gymnasiums. Auch der Schulhof am Adalbert-Stifter-Gymnasium war verwaist.

Die Lehrkräfte versammelten sich jedoch an allen Schulen zu Dienstbesprechungen und um Notfall-Betreuungspläne zu schmieden. „Erst am Dienstag wissen wir definitiv, ob wir jemanden zu betreuen haben oder nicht“, erklärt Mayer auf Anfrage unserer Redaktion. So lange haben die Eltern jetzt noch Zeit, Bescheinigungen ihres Arbeitgebers zu bekommen, falls sie in Schlüsselpositionen arbeiten.

Für alle gilt: Die Schüler werden per E-Mail, über Lern-Plattformen oder Chats mit Aufgaben versorgt und bleiben so in Kontakt mit ihren Lehrern. Joachim Höck, Leiter des ASG erklärt, dass die Prioritäten jetzt darin liegen, die Schüler mit Aufgaben zu versorgen, Klausuren zu korrigieren und die Abiturprüfungen vorzubereiten.

Kein Ersatz für Unterricht

Alle Verantwortlichen erklären, dass sie sich jetzt auf die nächsten Wochen konzentrieren und dann erst weiter schauen, wie die Lage ist. Höck: „Jetzt wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren, bringt nichts.“

Wenn die Schulen über die Osterferien hinaus geschlossen sein sollten, könnten Klausuren nicht nach Plan geschrieben werden. Mayer: „Das ist eine Notmaßnahme und kein Ersatz für regulären Unterricht.“

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