Coronavirus könnte ein Problem für die Müllabfuhr des EUV in Castrop-Rauxel werden

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Zwischen Müll und dem Coronavirus gibt es auf den ersten Blick keine Verbindung. Aber was passiert, wenn der EUV vom Virus heimgesucht wird? Bleibt der Müll in Castrop-Rauxel dann liegen?

Castrop-Rauxel

, 05.03.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Geht es um den Coronavirus, denken viele Menschen in erster Linie an Mundschutz, Desinfektionsmittel und Hamstereinkäufe. Aber auch alltägliche Dienstleistungen jenseits des Pflege- und Krankenhauspersonals könnten zum Problem werden, wenn sich der Virus in Unternehmen ausbreitet.

500 bis 700 Tonnen Müll pro Woche

Auch der Stadtbetrieb EUV in Castrop-Rauxel müsste umplanen, falls ein Mitarbeiter mit dem Virus infiziert würde.

Insgesamt sechs Müllfahrzeuge fahren täglich durch Castro-Rauxel und sammeln wöchentlich zwischen 500 und 700 Tonnen Müll ein. Würde also die Müllabholung ausfallen, würde das eine enorme Verschmutzung für die Stadt bedeuten.

Michael Werner, Vorstand des EUV erklärt, der Betrieb arbeite sehr eng mit dem Kreisgesundheitsamt und dem Ordnungsamt zusammen und sei daher für so einen Fall vorbereitet.

EUV ist mit Notfallplänen vorbereitet

„Wenn der Fall der Fälle eintreten sollte und ein Mitarbeiter infiziert wäre, dann würde das Kreisgesundheitsamt sofort informiert werden und Fachpersonal würde sich darum kümmern“, so Werner

Es würde dann überprüft, mit wem dieser Mitarbeiter in Kontakt getreten sei, ob dieser auch in direktem Kundenkontakt stand. Dann würde dementsprechend reagiert. Wie die Reaktion im Detail aussähe, läge allerdings nicht in der Macht des EUV selbst. Dann wäre das Kreisgesundheitsamt am Zuge, erklärte Werner gegenüber der Redaktion.

Das Unternehmen sei für solche Situationen aber generell immer vorbereitet. „Notfallpläne sind bei uns sowieso immer vorhanden. Wenn es beispielsweise zu einem Streik kommt, gibt es trotzdem Müllabholungen. Gerade bei Krankenhäusern, Schulen oder ähnlichem können diese ja nicht einfach wochenlang ausfallen.“, so Werner.

Eine Besatzung wird aufrecht erhalten

Beim EUV werde regelmäßig über den Coronavirus berichtet und dauerhaft informiert. Aufs Händeschütteln werde derzeit verzichtet und auch Desinfektionsmittel stehe den knapp 80 Mitarbeitern zur Verfügung. „Das Thema ist bei uns natürlich auch angekommen und jeder achtet einfach darauf, sich im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten zu schützen.“

Würde aber doch ein Mitarbeiter vom Virus betroffen, so werde man sich bemühen, dass gerade eine Besetzung der Müllabfuhr aufrecht erhalten werden könne.

Wie das freilich aussieht, wenn im großen Krisenfall das gesamte EUV-Personal aus Sicherheitsgründen wegen Infizierungen unter Quarantäne gestellt werden müsste, bliebe dann doch abzuwarten.

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