Castrop-Rauxeler (27) rettet Gastronomen vielleicht den Corona-Winter

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Gastronomen bangen, denn der Corona-Winter steht bevor. Ein Jungunternehmer aus Castrop-Rauxel präsentiert ein innovatives Produkt, das die Außengastronomie in diesem Winter retten könnte.

von Inka Hermanski

Castrop-Rauxel

, 24.10.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gastronomie hatte es in diesem Jahr schwer. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten viele Wirte ihre Lokale über mehrere Wochen schließen und durften dann nur unter strengen Hygienemaßnahmen die Türen wieder öffnen.

Viele Restaurants und Cafés in Castrop-Rauxel erweiterten ihre Außenbereiche, um möglichst viele Gäste empfangen zu können. Nun sind jedoch die sonnig-warmen Tage in diesem Jahr gezählt. Die Außenbereiche der Gastronomen leeren sich, langsam wird es den Gästen dort zu kalt.

Gastronomen bangen, denn Gäste frieren

Der Corona-Winter steht bevor und viele Gastronomen zittern bereits, denn im Inneren der Restaurants werden sie in diesem Winter aufgrund der Corona-Vorschriften nicht einmal halb so viele Gäste bewirten können wie sonst.

In den vergangenen Wochen wurde daher die Diskussion um den Einsatz von Heizpilzen immer lauter. Die stehen jedoch unter anderem aufgrund ihres hohen CO2-Ausstoßes in der Kritik. Doch es scheint eine Alternative zu geben, die manchen Gastronomen oder auch privaten Terrassenbesitzer freuen dürfte.

Heiztische, die innovative Lösung für die Außengastro

Heiztische: die Heizpilze von Morgen. Seit Dezember des vergangenen Jahres gibt es das Unternehmen „Warmgarten“, das die innovativen Tische auf den Markt gebracht hat. Für viele Gastronomen werden die Tische mit Wärmequelle jetzt richtig interessant.

Daniel Gaudigs, Geschäftsführer des Unternehmens, kommt gebürtig aus Castrop-Rauxel. Vor acht Jahren zog er für sein BWL-Studium von Henrichenburg nach Köln um. Im September dieses Jahres stieg er in das Unternehmen Warmgarten mit ein und führt es seither gemeinsam mit seinem Partner Nevzat Posluoglu.

Der Heizstab befindet sich im Tischfuß. Er wärmt jeden Gast individuell von unten. Das innovative Möbelstück strahlt weniger ungenutzte Wärme in die Umgebungsluft ab als herkömmliche Heizpilze.

Der Heizstab befindet sich im Tischfuß. Er wärmt jeden Gast individuell von unten. Das innovative Möbelstück strahlt weniger ungenutzte Wärme in die Umgebungsluft ab als herkömmliche Heizpilze. © privat

Auch in seiner Heimatstadt sollen schon bald viele Heiztische ihren Platz finden. „In Castrop-Rauxel gibt es viel Gastro mit tollen Außenbereichen, für die die Heiztische infrage kommt“, sagt der gebürtige Henrichenburger.

Warme Füße bereits nach zwei Sekunden

Betrieben werden die Heiztische mit Strom. Bereits zwei Sekunden nach dem Einschalten des Tisches gibt das Tischbein Wärme ab und wirkt kalten Füßen entgegen. „Die Tische sind sehr viel effizienter, als ein herkömmlicher Heizpilz, da sie nicht die Umgebungsluft, sondern punktuell den Gast von unten wärmen“, erklärt Daniel Gaudigs.

Außerdem lässt sich jeder Tisch einzeln an- und ausschalten. Die Wärme lässt sich genau regulieren. So muss kein unnötiger Strom verbraucht werden. „Im Vergleich zum Heizpilz hat der Heiztisch eine Co2-Erspanis von bis zu 85 Prozent“, erklärt der 27-Jährige.

„Wir werden von Anfragen überrannt“

„Die Heiztische werden sehr gut angenommen, wir werden von Anfragen überrannt“, sagt der Jungunternehmer. „Viele Gastronomen, Golf- und Tennisclubs sehen das Potenzial der Tische, gerade für den Corona-Winter.“

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Doch auch von Privatpersonen bekomme Warmgarten erste Anfragen. „Da man auch nur das Gestell kaufen und mit einer eigenen Tischplatte kombinieren kann, sind die Heiztische auch für private Haushalte interessant“, sagt Gaudigs.

Schon jetzt ist das Unternehmen über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Es liefert bereits erste Tische über die Grenzen in die Niederlande. Für die Zukunft seien weitere Produkte geplant: Eine beheizbare Bank soll das Sortiment des Unternehmens zum Beispiel ergänzen.

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