Brötchen, Bier und Pech: Der Knobelclub Center Shock verpasst die Titelverteidigung

Knobeln

Der Knobelclub Center Shock aus Castrop-Rauxel wollte seinen Titel bei der Knobel-Meisterschaft verteidigen. Der Abend wurde sehr lang. Und dann kam bei den Castrop-Rauxelern Pech dazu.

Castrop-Rauxel

von Tamina Forytta und Marcel Witte

, 04.03.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei der Knobelmeisterschaft auf der Festdeele Schulte-Sienbeck in Waltrop rollten die Würfel ohne Unterbrechung. Mit dabei war auch der Knobelclub Center Shock aus Castrop-Rauxel um Kevin Jendro (r.).

Bei der Knobelmeisterschaft auf der Festdeele Schulte-Sienbeck in Waltrop rollten die Würfel ohne Unterbrechung. Mit dabei war auch der Knobelclub Center Shock aus Castrop-Rauxel um Kevin Jendro (r.). © Tamina Forytta

Sie tragen stilecht Adiletten und weiße Tennissocken, haben clubeigene Hoodies beflocken lassen. Auf geht’s, die Würfel rollen! Sechs Clubs, darunter der Knobelclub Center Shock aus Castrop-Rauxel als Titelverteidiger, hatten sich am Samstag erneut zur Knobel-Meisterschaft auf der Festdeele Schulte-Sienbeck an der Münsterstraße zwischen Waltrop und Datteln eingefunden und machten die besten Knobler unter sich aus.

Belegte Brötchen sorgten für eine erste Grundlage, die Freunde vom Kegelclub „Holzarm“ aus Brambauer standen, wie es schon gute Tradition ist, hinter dem Tresen und schenkten flüssige Nahrung aus. Später gab es ein von Stolzenhoff organisiertes Catering. Aber erst musste gewürfelt werden.

Ein Teilnehmer reiste quasi direkt aus Salzburg an

Was ist so faszinierend am Knobeln? Mark Steiner von den „Schockerrecords“, die dieses Jahr die Meisterschaft ausrichteten, musste nicht lange überlegen: „Es geht nicht unbedingt drum, zu gewinnen, sondern vielmehr darum, nicht zu verlieren“, sagt er.

Na ja, und die Geselligkeit spiele natürlich auch eine große Rolle. In ihrem Club versuchten sie, sich ungefähr einmal im Monat zum Würfeln zu treffen - so wie auch beim Castrop-Rauxeler Knobelclub Center Shock.

Und: Kein Weg ist zu weit für das Knobel-Turnier. Teilnehmer Tim kam quasi direkt aus Salzburg angereist, wo er bis zum Morgen des Meisterschaftstages zu tun hatte.

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42 Würfel-Künstler hatten sich angemeldet, einige Zuschauer trudelten im Laufe des Nachmittags noch ein und feierten später auch bei der Sieger-Party mit.

Doch es wurde spät: Die erste von drei Runden dauerte bereits fünf Stunden. Hunderte Würfelschwünge und umgestülpte Becher später standen die Sieger gegen 1 Uhr in der Nacht zum Sonntag fest: Den Pokal für den neuen Stadtmeister nahm der KC Bramschock aus Brambauer mit nach Hause.

Der Knobelclub Center Shock scheiterte in der Zwischenrunde

Enttäuschte Gesichter beim Knobelclub Center Shock aus Castrop-Rauxel, der seinen Titel verteidigen wollte. Clubmitglied Markus Walter berichtete: „Für uns lief es ganz in Ordnung, wir waren mit vier von sieben Leuten in der Zwischenrunde. Davon hat es dann leider keiner an den Final-Table geschafft. Ich wurde quasi Neunter und die letzten Acht gehen ins Finale - ich hatte etwas Pech am Ende.“

Als bester Knobler stellte sich Marvin Hanke vom KC Wolfsrudel heraus. Der beste Schocker mit den meisten „Schock-Aus“ wurde Kevin Heise vom KC Noggerschock.

Im kommenden Jahr richtet der Knobelclub Center Shock das Turnier aus Dann soll wieder ein Pokal in Castrop-Rauxel bleiben. Markus Walter sagt: „Für viele lag wohl die Priorität darin, dass wir nicht wieder gewinnen.“

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