Der Neujahrsempfang des Bürgermeisters stand diesmal ganz im Zeichen des Emscherumbaus

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Beim Neujahrsempfang des Bürgermeisters sah es am Samstag in Castrop-Rauxel aus wie an der Emscher, hörte es sich an wie an der Emscher und es schmeckte auch ein bisschen nach Emscher.

Castrop-Rauxel

, 09.02.2020, 15:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

550 geladene Gäste schritten in der Europahalle über das blaue Band. Ein langer, wellenförmiger Teppich führte an einer Fotoausstellung vorbei, die den Umbau der Emscher zeigte. Imker des Emscherhofes und Kleingärtner stimmten geschmacklich auf den Abend ein. Musikalisch sorgte die Rock’n’Roll Musikschule für Emscherfeeling.

Traditioneller Dreh- und Angelpunkt des Neujahrsempfangs aber war die Würdigung des Ehrenamtes. Menschen, die ihre Freizeit nutzen, um anderen Menschen etwas Gutes zu tun, erhielten etwa die Ehrennadel der Stadt.

Doch bevor es zu den Preisverleihungen kam, sprach Bürgermeister Rajko Kravanja mehr als 20 Gästen seinen ganz persönlichen Dank aus, ohne deren Zusammenwirken so eine Veranstaltung gar nicht möglich gewesen wäre.

Holtmeier, Frauendienst und die Schlössers

Laudatorin Regina Kleff würdigte das Engagement der ersten Preisträger. Wolfgang Holtmeier, den alle nur „Hölti“ nennen, ging mit einer Ehrennadel nach Hause, weil er als „das Gesicht von Merklinde“ vielen Menschen zuhöre und ihnen Gutes tue.

Thomas Frauendienst wurde für seinen Einsatz für die Anerkennung von Heimkindern und sozialer Projekte geehrt.

Glanz und Glamour verbreiteten Carsten und Jörg Schlösser auf der Bühne. Ihr Engagement steht für Toleranz und Abbau von Ausgrenzung. Mit dem Tanz unter dem Regenbogen haben die beiden Stimmungsmacher schon sehr vielen Menschen geholfen.

Der Neujahrsempfang des Bürgermeisters stand diesmal ganz im Zeichen des Emscherumbaus

Beim Neujahrsempfang in der Europahalle sah es nach blauer Emscher aus. © Volker Engel

Emscherland-Talk mit Dr. Uli Paetzel

Für Abwechslung im Programm sorgte ein Emscherland-Talk. Professor Dr. Uli Paetzel, Vorstand der Emschergenossenschaft, schürte dabei die Neugier auf die Neugestaltung des Emscherraums. Ganz gespannt sei man auf die Fertigstellung des neuen Silberpfeils Ende 2021.

Die 400 Meter lange Brücke soll das Wahrzeichen für positive Stadtentwicklung werden. „Wenn wir erst mal den Castroper Wein verkaufen“, so hofft Winzerin Tina Krachten, „werden die Rheinländer noch ganz neidisch werden“.

Heimatpreis

Heimatpreise wieder vergeben

Neu im Programm des Empfangs ist seit letztem Jahr die Verleihung des Heimat-Preises. Das Ministerium für Heimat hat diesen Preis mit 5000 Euro ausgestattet.

Davon profitierten der Verein für Heimat und Kultur für die Bewahrung und Aufbereitung der Stadtgeschichte durch die Einrichtung eines Heimatmuseums. Hinzu kamen das CAS-TV Bürgerfernsehen für die mediale Kommunikation und das Kinder- und Jugendparlament für die gelebte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Laudatorin hier war Bettina Lenort, die neue Stadtbaurätin.

Ehrennadeln für sportliche Leistungen

So richtig voll wurde es auf der Bühne, als Ehrennadeln für sportliche Leistungen vergeben wurden.

Das goldene Sportabzeichen erhielten Marie Borowycz (10), Martina Reimann (15), Frank Stiller (25), Bernd Vethacke (35) und Ursula Scholz für das 50. Sportabzeichen.

Den Ehrenpreis Sport erhielt Ulrich Romahn für sein Engagement im Stadtsportverband und Breitensport.

Zahlreiche Sportler wurden für Erfolge im nationalen und internationalen Wettbewerb mit der Sportplakette und einer Ehrenurkunde der Stadt Castrop-Rauxel ausgezeichnet: Sylvia Hilkmann (Kegeln), Lukas Knillmann (Motorbootslalom), Kira Lipperheide (Leichtathletik und Zweierbob), Ingo Oppermann (Bogenschießen), Kevin Frank Sonnek (Fechten), Tobias Barth, Robert Neef und Dieter Selke (Teakwon Do).

Weitere Ehrenpreise wurden verteilt

Zwei weitere Ehrenpreise gingen an Dr. Michael Kohlmann für seinen unermüdlichen Einsatz für die Solidarfonds-Stiftung. Er hat es inzwischen geschafft, 3 Millionen Euro zu sammeln. Bei der Preisübergabe hatte er einen Scheck über 3000 Euro für soziale Zwecke dabei.

Anna Liedtke, Lilli Meister und Celine Wassenburg nahmen den Preis für die Castroper „Fridays for future“-Bewegung entgegen.

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