Garantie für Schutzengel-Kirche in Frohlinde: Im nächsten Jahr wird angebaut

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Die meisten Anträge für einen Anbau der Schutzengel-Kirche sind genehmigt. Damit spricht das Generalvikariat der Kirche in den nächsten Jahren einen Fortbestand zu. Wir zeigen die Pläne.

von Tobias Weckenbrock, Janine Jähnichen

Frohlinde

, 16.11.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schutzengel-Kirche an der Hubertusstraße in Frohlinde steht offenbar nicht vor der Schließung. Wo landesweit immer mehr katholische Kirchengebäude schließen, weil die Zahl der Priester und die der Gottesdienstbesucher zurückgehen, hat man hier Anbau-Pläne.

Grundriss an der Kirchenwand veranschaulicht die Pläne

Im Kirchraum der Schutzengelkirche in Frohlinde hängt seit einiger Zeit ein Bauplan: Er zeigt den Grundriss des Kirchengebäudes im Dorf. Auf der dem Innenhof zugewandten Seite sind neue Räume zu erkennen: Die Sakristei und die Toilette, die sich derzeit noch auf der der Straße zugewandten Seite befinden, sollen im Jahr 2020 auf die andere Seite verlegt werden.

Garantie für Schutzengel-Kirche in Frohlinde: Im nächsten Jahr wird angebaut

Dieser Bauplan hängt seit einiger Zeit im Kirchraum der Schutzengel-Kirche in Frohlinde. Er zeigt den Grundriss des Kirchengebäudes mitsamt neu geplanten Räumen. Unten die alte Sakristei mit er Toilette, oben die neuen Räume (gelb hinterlegt). © Tobias Weckenbrock

Ziel ist, die Toilette barrierefrei zugänglich zu machen und die beengten Bedingungen in der Mini-Sakristei zu verbessern. Bei mehreren Messdienern, dem Priester und einem Diakon - wie vergangenen Sonntag beim Martins-Gottesdienst - wird es da schon sehr eng. Darum ist nun ein Anbau geplant, den der Kirchenvorstand schon längere Zeit vorantreibt.

Pfarrer Winfried Grohsmann vom Pastoralverbund Süd St. Lambertus steht den Plänen positiv gegenüber: „Eigentlich sollte der Umbau schon passiert sein“, sagte er in dieser Woche gegenüber unserer Redaktion, „aber nun wird es 2020 soweit sein.“ Damit, so Grohsmann, „bleibt der Standort aber auf längere Sicht garantiert. Darum freue ich mich auf den Umbau.“

Anträge bereits seit fünf Jahren beim Generalvikariat Paderborn

Das Anbau-Projekt hat federführend Michael Wefringhaus übernommen. Der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes weiß, warum der Bau so lange auf sich warten lässt: „Die ganze Angelegenheit liegt immer noch beim Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn. Auch nach fünf Jahren sind noch nicht alle Anträge genehmigt, und so lange dies nicht der Fall ist, dürfen wir noch keine Baufirmen beauftragen.“

Das Projekt, das ein Volumen von 750.000 Euro, hat beinhaltet neben dem Ausbau der Sakristei und der barrierefreien Toilette auch eine vollständige Außenrenovierung des Putzes der Kirche. Die Fassade soll während der Renovierung gereinigt und aufgehellt werden.

Freude über den Ausbau vor allem unter den Messdienern groß

Zwar seien die Gemeindemitglieder ungeduldig, vor allem aber freue man sich schon auf das Ergebnis der Baumaßnahmen, so Wefringhaus. „Besonders unter den Messdienern ist die Freude groß. Gerade jetzt im Winter merkt man den Platzmangel, da ihre Winterjacken während des Gottesdienstes im Putzschrank hängen müssen“, erzählt er.

Er hofft, dass die Anträge bei der nächsten Tagung des Generalvikariats Mitte November genehmigt werden. Dann könnte 2020 gebaut werden.

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