„Die Partei“ will in den Rat und in 18 Stimmbezirken kandidieren

Kommunalwahl

Endlich seriöse Politik für Castrop-Rauxel: Das will „Die Partei“ bieten. Sie hat jetzt ihre Kandidaten aufgestellt. Für das Bürgermeisteramt gibt es keinen. Die Begründung ist interessant.

Castrop-Rauxel

, 10.07.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Andreas Kemna bezeichnet sich auf seiner Facebookseite als "Diskriminierungsbeauftragter" der "Partei". Auf diesem Foto wirkt er wie eine Mischung aus Schützenkönig und Bürgermeister.

Andreas Kemna bezeichnet sich auf seiner Facebookseite als „Diskriminierungsbeauftragter“ der „Partei“. Auf diesem Foto wirkt er wie eine Mischung aus Schützenkönig und Bürgermeister. © Kemna

Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative, kurz „Die Partei“, hat ihre Kandidaten für die anstehende Kommunalwahl aufgestellt. In mehr als 18 der 23 Stimmbezirke wollen sie auf Stimmenfang gehen.

„Dabei haben wir uns bewusst auf die Stadtteile mit Potential konzentriert, um den anderen Bewerbern auch eine Chance zu lassen. Ganz abgesehen davon geht bei uns Qualität vor Quantität“, so Andreas Kemna, der die Reserveliste anführen wird. Er habe „das interne Wettstarren verloren und sich somit gegen die harte Konkurrenz, die nunmehr die weiteren Plätze besetzt, durchgesetzt“, heißt es in einer Presseerklärung.

Auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten verzichtet „die Partei“ bewusst. Die Begründung ist originell. Man hätte gern eine kompetente Frau ins Rennen geschickt, so heißt es weiter. „Aber bei Betrachtung des bisherigen Bewerberfeldes aus mehr oder weniger alten weißen Männern kamen Zweifel auf, ob Frauen überhaupt kandidieren dürfen.“

Die Partei braucht jetzt noch Unterstützungsunterschriften

Bevor die Kandidaten gewählt werden können, müssen noch die erforderlichen Unterstützungsunterschriften gesammelt werden. Diese sind anders als bei den im Rat vertretenen Parteien für „Die Partei“ notwendig.

Unterstützungsunterschriften

  • Unterstützungsunterschriften sind erforderlich bei Parteien oder Wählergruppen, die in der laufenden Wahlperiode nicht ununterbrochen im Rat der Stadt Castrop-Rauxel, im zuständigen Kreistag Recklinghausen, im Landtag oder aufgrund eines Wahlvorschlags aus NRW im Bundestag vertreten sind.
  • „Die Partei“ ist zurzeit nur im Europaparlament mit ihrem Vorsitzenden Martin Sonneborn und Nico Semsrott vertreten.
  • Für Wahlvorschläge in Castrop-Rauxel bedeutet das nach Auskunft der Stadt, dass pro Wahlbezirk mindestens drei gültige Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten aus diesem Wahlbezirk vorgelegt werden müssen. Für die Reserveliste braucht es mindestens 37 gültige Unterstützungsunterschriften.
  • Der Vollständigkeit halber: Für den Wahlvorschlag zur Wahl eines Bürgermeisters oder einer Bürgermeisterin sind 150 gültige Unterstützungsunterschriften notwendig.
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