Drohende Dürre: Jetzt soll eine Wasserleitung für den Seniorengarten geprüft werden.

Bauausschuss

Vor der Sommerpause muss die Politik noch viel entscheiden. Am 27. Juni geht es im Bauausschuss etwa um Wasser für den Seniorengarten, barrierefreie Bushaltestellen und die alte Eiche.

Castrop-Rauxel

, 27.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Drohende Dürre: Jetzt soll eine Wasserleitung für den Seniorengarten geprüft werden.

Das Gartenbauunternehmen Thuir hat in den vergangenen Tagen beim Bewässern des Seniorengartens in Habinghorst geholfen. © Thuir

Schon im Sommer des vergangenen Jahres hat sich gezeigt: Die Handschwengelpumpe im Seniorengarten in Habinghorst sorgt vielleicht für eine folkloristische Note, aber zur Wasserversorgung angesichts der Temperaturen auch in diesem Sommer reicht das Ding bei weitem nicht aus.

Eine Erkenntnis, die auch in der Verwaltung gereift ist, nachdem 2018 Technisches Hilfswerk, Feuerwehr und Stadt selbst eingesprungen waren. Jetzt soll der Bau einer Wasserleitung geprüft werden. „Handmuskelkraft reicht nicht aus“, sagte der Technische Beigeordnete der Stadt, Heiko Dobrindt, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Jährlich 4500 Euro für die Pflege von Seniorengarten

Der Seniorengarten und sein Zustand sind eines der vielen Themen, mit denen sich der Betriebsausschuss 3 (Bauen, Verkehr und Sport) in seiner letzten Sitzung vor der politischen Sommerpause am Donnerstag, 27. Juni, ab 17 Uhr im Ratssaal am Europaplatz beschäftigt.

Die Verwaltung schlägt dem Ausschuss vor, ab dem Haushaltsjahr 2020 dauerhaft Mittel in Höhe von 4500 Euro bereit zu stellen, damit sich der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen um den Garten kümmern kann. Der ist bekanntlich als Teil des Projekts „Soziale Stadt Habinghorst“ verwirklicht worden.

Schafft die Stadt den barrierefreien Ausbau der Haltestellen?

Der barrierefreie Ausbau von acht Haltestellenpunkten, der vor einigen Tagen auch den Beirat für Menschen mit Behinderung beschäftigte, steht ebenfalls auf der Tagesordnung. „Wir sind dabei, eine Bestandsaufnahme zu machen“, sagt der Chef des EUV-Stadtbetriebs, Michael Werner.

Nach den Sommerferien soll der Bericht vorgelegt werden. Die Frage dabei ist: Schafft die Stadt den gesetzlich vorgeschriebenen barrierefreien Ausbau aller Haltestellen bis zum Jahr 2021? „Wir sind bestrebt“, sagt Werner.

Anträge aus den Fraktionen stehen auch an

Etliche Anträge aus den Fraktionen stehen auch auf der Tagesordnung. Etwa der von Bündnis 90/Die Grünen nach einem Baulückenkataster. Oder ein Antrag der SPD, für mehr Sicherheit für Radfahrer auf der B 235 in Habinghorst zu sorgen.

Das Thema Einziehung einer Teilfläche entlang der Straße Brandheide hat mit dem geplanten Kinderhospiz an der Stadtgrenze in Westrich zu tun. Die Erschließung des Neubaus soll nämlich von Castrop-Rauxeler Stadtgebiet erfolgen. „Für den öffentlichen Verkehr ist die Straße entbehrlich“, sagt Dobrindt. Die Hospizstiftung werde sie kaufen.

Auch das Wohnbauprojekt nördlich der Heerstraße steht erneut auf der Tagesordnung. Bündnis 90/Die Grünen, FWI und Linke unternehmen einen erneuten Anlauf, die alte Eiche doch noch zu retten, obwohl die politische Entscheidung über das „Wohnen an der Emscher“ bekanntlich am 4. April gefallen ist.

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