Nach Oktavo & Co: E-Learning jetzt auch bei der Rock’n’Roll-Musikschule

hzMusikunterricht

Die Rock’n’Roll-Musikschule startet jetzt ein Online-Unterrichtsprogramm für Gitarre, Klavier und andere Instrumente. Dabei geht das Angebot über die Stadtgrenzen Castrop-Rauxels hinaus.

von Joel Kunz

Castrop-Rauxel

, 02.05.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Rock’n’Roll Musikschule startet in dieser Woche ein bundesweit verfügbares Online-Unterrichtsprogramm. Dabei sitzt man in der Unterrichtsstunde nicht mehr mit dem Lehrer in den Räumen der Musikschule in der Castroper Innenstadt, sondern zu Hause vor dem Laptop. Patrick Nagel, Leiter der Musikschule, ist überzeugt: „Das funktioniert sehr gut.“

Von lokal zu national

Die Erweiterung des Angebots auf Online-Unterrichtsstunden sei schon vor Beginn der Corona-Krise in Planung gewesen, berichtet Nagel. Durch die Eindämmungsmaßnahmen der Regierung hat er das Thema nun beschleunigt - und jetzt umgesetzt. Andere Musikschulen wie Oktavo von Arnfried Rosenkranz sind schon seit einigen Wochen mit Unterricht via Skype am Netz.

Als die Kontaktbeschränkungen ab Mitte März auch den Unterricht in Musikschulen untersagten, setzte sich das Rock‘n‘Roll-Team zur Beratung zusammen. Man wollte durch wöchentliche Unterrichtsstunden Kontinuität schaffen, keine Schüler verlieren und so den Umsatz aufrecht erhalten. Und man will helfen: „Besonders für Kinder ist Musik ein gutes Mittel, um ein Ventil gegen Langeweile und Stress zu schaffen“, sagt Schlagzeuglehrer Felix Gorny.

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„Viele Unternehmen haben es schwer in der Corona-Krise“, stellt Patrick Nagel fest. Auch Musikschulen müssen sich auf diese neue Situation einstellen und neue Unterrichtsmethoden zum Einsatz bringen. Die Nachfrage nach Instrumentalunterricht jedenfalls sei nach wie vor groß. Und wenn Menschen in der Krise zu Hause sind, haben sie vielleicht auch mehr Zeit zum Üben.

Neue Möglichkeiten

Alle Instrumente werden auf der Webseite der Musikschule als Einzelunterricht angeboten. Es läuft über Plattformen wie Skype, Zoom, FaceTime oder WhatsApp, wie es den Teilnehmern passt. Schüler brauchen dafür eine Internetverbindung und eine Videomöglichkeit - das kann aber jedes Smartphone und viele Notebooks.

Ein Vorteil des Fern-Unterrichts sei, dass man an jedem Ort lernen könne. „Das ist praktisch: Man schnappt sich einfach seine Gitarre, klappt den Laptop auf und los geht’s“, sagt Musikschüler Constantin.

Zusätzlich zum wöchentlichen Unterricht finden regelmäßig „Live Lessons“ auf der Website statt. Hier erklären die Lehrer einfache musikalische Themen, wobei die Aufzeichnungen auch später noch angeschaut werden können. Im Verlauf der nächsten Wochen wolle man die Online-Angebote noch erweitern. So werden bald auch Gruppenkurse und Workshops digital angeboten.

Nach dem Ende der Krise soll der Onlineunterricht weitergeführt werden, parallel allerdings zum Präsenzunterricht. Denn Unterricht über Skype und Co. sei nichts für jeden, sagt Nagel. „Mit unserem neuen digitalen Angebot wollen wir den persönlichen Unterricht nicht ersetzen. Dauerhaft bieten wir dadurch einfach eine zweite, eine moderne Art des Lernens.“

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