An diesen Orten in Castrop-Rauxel wurden die Eichenprozessionsspinner schon gesichtet

hzEichenprozessionsspinner

Die Eichenprozessionsspinner tauchen mit ihren giftigen Haaren an verschiedenen Orten in Castrop-Rauxel auf. Wir haben eine Karte erstellt, die die bisher gemeldeten Punkte zusammenfasst.

Castrop-Rauxel

, 13.06.2019, 05:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen ist gemeinsam mit einer Spezialfirma unterwegs und sorgt nach Meldungen für Abhilfe. „Durch Absaugen wird der Eichenprozessionsspinner von den Bäumen entfernt“, erklärt Uta-Christina Stevens von der Pressestelle der Stadt das Vorgehen.

Oberste Priorität haben Bereiche mit besonderem Schutzbedarf

Oberste Priorität haben „die Bereiche mit besonderem Schutzbedarf wie Kitas, Schulen oder das Freibad“, so Stevens. Aktuell werde an der Kita Villa Kunterbunt, der Martin-Luther-King-Schule, dem Parkbad Nord, rund um die Skaterbahn Habinghorst/Spielplatz Hannemannstraße, der Hans-Christian-Andersen-Schule und am Friedhof Bladenhorst gearbeitet.

Nach der Sperrung eines Teils der Liegefläche im Freibad am vergangenen Wochenende, bleibt der Bereich vorsorglich noch abgesperrt, um die weiteren Entwicklungen abzuwarten, sagt Stevens. In bestimmten Situationen würde im Einzelfall entschieden, ob eine Bekämpfung erforderlich sei. Am Rapensweg seien in der vergangenen Woche umfangreiche Arbeiten durchgeführt worden.

Die anderen in der Karte dargestellten Orte wurden bei Facebook in verschiedenen Gruppen genannt. Sie liegen laut Stevens, die darauf hinweist, dass die Raupen ihre Nesselhaare nur abwerfen, wenn sie gestresst sind, auf Außenbereichen oder in Gegenden, die keine verdichtete städtische Infrastruktur aufweisen. Andere befinden sich auf Privatgelände, wo die Stadt nicht zuständig ist.

Auch für Hunde kann der Eichenprozessionsspinner gefährlich sein

Offene Augen und Vorsicht sind geboten. Die Raupen selbst sind für Menschen nicht giftig, ihre Haare können aber bei Hautkontakt fiese Reaktionen auslösen. Dann kann es zu Juckreiz, Bläschenbildung oder einem Ausschlag kommen. In besonders schweren Fällen drohen ein allergischer Schock, Husten oder Atemnot. Spätestens dann sollte ein Arzt kontaktiert werden, der Medikamente verschreibt.

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Auch für Hunde kann der Kontakt mit den Eichenprozessionsspinnern gefährlich werden, wenn die Tiere mit den Schleimhäuten der Hunde in Kontakt kommen.

Laut Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) breiten sich die Raupen aufgrund der Klimaveränderungen immer stärker in Deutschland aus. In diesem Jahr gebe es größere Populationen. „Besonders starke Populationen gibt es, wenn die Frühjahrsmonate mild sind und im Spätsommer mit Falterflug und Eiablage trockenes Wetter mit wenig Wind herrscht. Das war 2018 der Fall“, so die SDW.

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