Giftige Eichenprozessionsspinner treiben erneut ihr Unwesen an Castrop-Rauxels Bäumen

hzEichenprozessionsspinner

Erneut gibt es Eichenprozessionsspinner in Castrop-Rauxel. Drei neue Stellen wurden bei der Stadt gemeldet. Die Polizei warnt zudem vor unseriösen Schädlingsbekämpfern und gibt Tipps.

Ickern

, 06.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Härchen der giftigen Eichenprozessionsspinner können fiese allergische Reaktionen beim Menschen verursachen. Auch in Castrop-Rauxel ist die Bekämpfung der Raupen immer wieder Thema. So kontrolliert der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen regelmäßig die Bestände an Eichen, besonders auf Schulhöfen oder auf Spielplätzen.

Drei neue Fälle von Eichenprozessionsspinnern in Ickern entdeckt

Zuletzt war eine Fachfirma im Auftrag des Grünflächenamts auf den Spielplätzen am Grutholz, an der Vinckestraße und an verschiedenen Stellen am Rapensweg aktiv und nutzte die Absaug-Methode gegen die Eichenprozessionsspinner. Eine genaue Zeitspanne, wie lange die Bekämpfung dauert, konnte die Stadt auf Anfrage nicht nennen, denn auch wenn alle Tiere entfernt wurden, bleiben die Reste der Nester oft noch übrig.

Giftige Eichenprozessionsspinner treiben erneut ihr Unwesen an Castrop-Rauxels Bäumen

Auch in den vergangenen Jahren wurden immer wieder Eichenprozessionsspinner in Castrop-Rauxel entdeckt. © picture alliance / dpa

Doch immer wieder tauchen neue Raupen auf. So sind in den vergangenen Tagen drei neue Meldungen eingegangen. In Ickern-End am Hundebusch, im Wald des Kleingärtnervereins Ickern-Ost und in der Nähe des Fußballplatzes von Victoria Habinghorst.

„Es sind zwei ganz kleine Stellen, die wir weiträumig abgesperrt haben“, sagte Victorias Vorsitzender Dirk Konisch. Vorsorglich hat der Verein den Trainingsbetrieb der Jugend für diese Woche abgesagt und ein Gespräch mit der Stadt geführt. Eine weitere Gefahr bestehe nicht. Die Stadt hat Unternehmen zur Beseitigung empfohlen, denn die betroffene Stelle liegt auf einem Privatgelände.

Vorsicht vor unseriösen Schädlingsbekämpfern

Mittlerweile nutzen unseriöse Schädlingsbekämpfer die Angst aus. In Dülmen hat am vergangenen Montag nach Angaben der Polizei Coesfeld eine 35-jährige Frau einen Schädlingsbekämpfer gerufen, der nach zehn Minuten seine Arbeit einstellte und dafür 500 Euro forderte. Die Polizei warnt davor und hat Tipps:

  • Lassen Sie sich stets einen kostenfreien Kostenvoranschlag geben
  • Generell gilt: Handwerker sind zur Vorleistung verpflichtet, das heißt, die vereinbarten Arbeiten müssen vor der Bezahlung erledigt werden.
  • Zahlen Sie niemals sofort. Sie haben das Recht, die Rechnung prüfen zu lassen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Zahlen Sie überhöhte Rechnungen nur zu einem angemessenen Teil.
  • Rufen Sie die Polizei unter der Notrufnummer 110 wenn Sie sich betrogen, bedroht oder genötigt fühlen.
  • Erstatten Sie Anzeige, gegebenenfalls auch im Nachhinein. Holen Sie sich bei zivilrechtlichen Fragen Rat, etwa bei der Verbraucherzentrale.
  • Vorsicht vor irreführender Werbung: Unseriöse Anbieter suggerieren einen ortsnahen Firmensitz und stellen später weite Anfahrtswege in Rechnung.
Lesen Sie jetzt
Eichenprozessionsspinner

Schädlinge: Stadt bekämpft giftige Raupen vor allen Dingen auf Spielplätzen

Eine kleine Raupe bereitet gerade wieder viel Ärger. Der Eichenprozessionsspinner befällt Eichen. Seine Härchen sind giftig und können bei Menschen zu bösen allergischen Reaktionen führen. Von Thomas Schroeter

Lesen Sie jetzt