Einsatz von Mülldetektiven: Was ist die Idee und warum setzt sich die SPD dafür ein?

Ratsentscheid im Check

Der Stadtrat beschäftigt sich immer wieder mit kleinen Einzelentscheiden. Wir checken in einem neuen Kurzformat, was dahinter steckt. Heute: Einsatz von Mülldetektiven im Stadtgebiet.

Castrop-Rauxel

, 08.07.2019, 06:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einsatz von Mülldetektiven: Was ist die Idee und warum setzt sich die SPD dafür ein?

Vermüllung auf dem Container-Platz an der Herner Straße: So etwas kommt immer mal wieder vor. Könnten Mülldetektive dagegen vorgehen? © Abi Schlehenkamp

Das hat der Rat am 4. Juli 2019 entschieden: Die Stadtverwaltung prüft bis zur nächsten oder übernächsten Sitzung des EUV-Verwaltungsrats, ob der Einsatz von Mülldetektiven in Castrop-Rauxel sinnnvoll ist.

Das steckt dahinter: Bei Mülldetektiven handelt es sich um Mitarbeiter der Verwaltung, die feststellen und ermitteln sollen, wer wilde Müllkippen versursacht hat - zum Beispiel die immer mal wiederkehrenden Stapel von Alt-Autoreifen auf Feldwegen oder Müllkippen rund um Altglas- und Papier-Containerstandorte. Vorbild ist die Stadt Mönchengladbach, in der man so laut Antragsteller 800 Bußgeldverfahren gegen Umweltsünder habe einleiten können - mit 160.000 Euro Bußgeld-Einnahmen. Fünf Mitarbeiter habe der städtische Entsorgungsbetrieb „mags“ dazu eingestellt.

So ging die Abstimmung aus: Die SPD brachte diesen Antrag ein und stimmte mit der CDU, der FWI und der UBP dafür - eine klare Mehrheit. Grüne, Linke und FDP stimmten dagegen.

Das bedeutet die Entscheidung: Die Stadtverwaltung oder der EUV werden sich das Projekt in Mönchengladbach genauer ansehen und versuchen, es als Schablone auf Castrop-Rauxel zu übertragen. Dann entscheidet die Politik, ob es sinnvoll und lohnenswert ist und ob man es weiterverfolgen wird.

Einsatz von Mülldetektiven: Was ist die Idee und warum setzt sich die SPD dafür ein?

Eine Lkw-Ladung alter Reifen auf dem Wirtschaftsweg zur A 42: Das kommt auch immer mal wieder vor. © Thomas Schuchardt

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