Schon vor dem Start der Impfaktion bildete sich eine Schlange auf dem Lambertusplatz. © Caritas
Coronavirus

Erst Vorbehalte ausräumen, dann impfen: Erfolgreiche Aktion in der Altstadt

Nach Impfaktionen im Norden von Castrop-Rauxel wurde jetzt direkt in der Altstadt geimpft. Schon zu Beginn bildete sich eine Schlange. Vorher wurden bestimmte Zielgruppen angesprochen.

In vielen Sprachen hatte der Caritasverband für seine Impfaktion am Samstag (4.9.) auf dem Lambertusplatz geworben. Mit Erfolg. Bereits zum Start um 10 Uhr bildete sich eine Schlange.

Nachdem in Ickern und Habinghorst bereits erfolgreich Impfaktionen gelaufen waren, sollte jetzt auch die Altstadt profitieren. Von 10 bis 14 Uhr war ein mobiles Team des Impfzentrums Recklinghausen vor Ort und setzte im Pfarrsaal Impfspritzen.

Ein paar Meter weiter lief unterdessen das normale Wochenmarkttreiben, dem sich noch die Parteien mit ihren Ständen zugesellten. Groß wurde dort allerdings nicht um Spontanentschlossene geworben. Selbst der Caritas-Pavillon, der allen Geimpften anschließend Kuchen, Waffeln und Kaffee bot, fiel nicht groß auf. Allerdings hatte die Caritas im Vorfeld Flyer verteilt und Plakate geklebt.

Viele Frauen mit Migrationshintergrund haben Vorbehalte

Angestoßen hatte die Aktion Lisa Gröne vom Fachdienst für Integration und Migration des Castrop-Rauxeler Caritasverbandes. „Ich habe unsere Klienten bei jedem Kontakt gefragt, ob sie geimpft sind“, erzählt sie. Viele Männer seien das bereits gewesen. Anders sah es bei den Frauen und deren Kindern aus. „Bei vielen gab es Vorbehalte“, so Lisa Gröne.

Viele hat sie dann angerufen und von der Impfaktion berichtet, dabei auch aufgeklärt und Ammenmärchen berichtigt. Mit Erfolg. Sogar in Gruppen kamen Frauen zum Impfen. Auch einige Menschen, die weder Krankenversicherung noch Meldeadresse haben, nutzten die Gelegenheit.

Daneben waren es aber auch Castroper Bürger, die bislang den Weg zum Impfzentrum oder Arzt gescheut hatten, die zum Lambertusplatz kamen. Etliche hatten im Vorfeld von der Aktion gelesen und sich telefonisch informiert. Am Ende waren 90 Dosen verimpft, eine von ihnen ging an ein Kind zwischen 12 und 16 Jahren. Lisa Gröne wertet diese Zahl als Erfolg. „Aber eigentlich ist ein Erfolg jeder einzelne, der geimpft ist“, sagt sie.

Zweiter Impftermin in drei Wochen

Draußen vor dem Pfarrsaal füllten alle Impfwilligen die Informationsbögen aus, im Pfarrsaal, dessen Räume noch mit Stellwänden geteilt wurden, wurde dann informiert, die Spritze gesetzt und abschließend noch eine Weile gewartet. „Es ist ein sehr niederschwelliges Angebot“, sagt Lisa Gröne. Geimpft wurden Biontech und Johnson & Johnson. Wer Biontech gewählt hat, wird in drei Wochen, am 25. September, zum zweiten Impftermin wieder am Lambertusplatz erwartet.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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