Bilanz nach Sturm Sabine: Experten sprechen von „glimpflich“ und „überschaubar“

Orkanböen

Sturmwarnungen, geschlossene Schulen, Stopp auf der Schiene: Tief „Sabine“ sorgte im Vorfeld für mehr Wirbel als in der Sturmnacht selbst auf den Straßen von Castrop-Rauxel. Ein Überblick.

Castrop-Rauxel

, 10.02.2020, 10:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bilanz nach Sturm Sabine: Experten sprechen von „glimpflich“ und „überschaubar“

Abgeknickte Bäume und Äste an der Ortseinfahrt zwischen Dingen und Bodelschwingh. Sturm Sabine hinterließ ein paar Schäden. © Tobias Weckenbrock

Der Wintersturm „Sabine“ war angekündigt mit Orkanböen über 120 km/h in der Spitze. In der Nacht von Sonntag auf Montag sollte er seine heftigsten Auswirkungen haben - doch die blieben weit unter dem, was man im Vorfeld erwartet hatte. Die Feuerwehr hatte zwar einige Einsätze, wir berichteten aktuell im Ticker, doch richtig große Schäden hat es in Castrop-Rauxel offenbar nicht gegeben.

Dennoch waren am Montag in Castrop-Rauxel alle Schulen und viele Kindertageseinrichtungen im Notbetrieb unterwegs: Der Unterricht fiel aus, aber die Kinder konnten trotzdem kommen und wurden betreut. Auch in zahlreichen Kindergärten lief zwar der Betrieb normal weiter, aber viele Eltern ließen ihre Kinder zu Hause. Die Bezirksregierung hatte am Sonntag Eltern geraten, ihre Kinder nach Möglichkeit nicht zur Schule zu schicken.

Stopp auf den Bahnstrecken bei DB und Abellio

Auch die Bahnen von DB und Abellio, die Castrop-Rauxeler Halte bedienen, blieben in der Nacht zu Montag und auch am Montagmorgen im Berufsverkehr noch stehen. Die Bahnunternehmen begründeten das damit, dass sie am Morgen erst die Strecken kontrollieren müssten. Auch am frühen Nachmittag gab es am Castrop-Rauxeler Hauptbahnhof noch Verspätungen einzelner Züge.

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Sturmtief "Sabine" und die Auswirkungen in Castrop-Rauxel

Umgestürzte Baum, heruntergebrochene Äste, ein abgedecktes Dach: Orkan-Tief Sabine hat in Castrop-Rauxel für Schäden gesorgt. Die Feuerwehr ist zu mehreren Einsätzen ausgerückt.
10.02.2020
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Auf dem Biesenkamp in der Altstadt sind Dachpfannen bis auf die Straße geflogen. Der Bürgersteig ist zwischen Doherr und dem FDP-Büro abgesperrt.© Thomas Schroeter
Auf dem Biesenkamp in der Altstadt sind Dachpfannen bis auf die Straße geflogen. Der Bürgersteig ist zwischen Doherr und dem FDP-Büro abgesperrt.© Thomas Schroeter
Auf dem Biesenkamp in der Altstadt sind Dachpfannen bis auf die Straße geflogen. Der Bürgersteig ist zwischen Doherr und dem FDP-Büro abgesperrt.© Thomas Schroeter
© Christian Püls
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Die Feuerwehr musste mancherorts herabgefallene Äste von den Straßen räumen. Orkan Sabine blieb ansonsten aber ohne größere Auswirkungen. Hier ein Bild von der Dorlohstraße in Dingen.© Tobias Weckenbrock
Die Feuerwehr musste mancherorts herabgefallene Äste von den Straßen räumen. Orkan Sabine blieb ansonsten aber ohne größere Auswirkungen. Hier ein Bild von der Dorlohstraße in Dingen.© Tobias Weckenbrock
So sieht es am Montagmorgen auf dem Lambertusplatz aus, wo in der Nacht Dachziegel herunter gekommen waren.© Thomas Schroeter
Abgeknickte Bäume und Äste an der Ortseinfahrt zwischen Dingen und Bodelschwingh. Sturm Sabine hinterließ ein paar Schäden.© Tobias Weckenbrock
Abgeknickte Bäume und Äste an der Ortseinfahrt zwischen Dingen und Bodelschwingh. Sturm Sabine hinterließ ein paar Schäden.© Tobias Weckenbrock
© Christian Püls
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Abgerissene kleinere Äste prägen das Stadtbild in Castrop-Rauxel.© Thomas Schroeter
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Am Bennertor sorgte der Orkan für einen kleinen Hindernisparcours.© Christian Püls
Zwei Bäume kippte der Orkan an der Bornstraße.© Christian Püls
Zwei Bäume kippte der Orkan an der Bornstraße.© Christian Püls
An der Albrechstraße sperrte die Polizei die Bahnunterführung, damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnten. Die Feuerwehrmänner sägten einen dicken Ast ab, der in die Fahrbahn ragte.© Christian Püls
An der Albrechstraße sperrte die Polizei die Bahnunterführung, damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnten. Die Feuerwehrmänner sägten einen dicken Ast ab, der in die Fahrbahn ragte.© Christian Püls
An der Albrechstraße sperrte die Polizei die Bahnunterführung, damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnten. Die Feuerwehrmänner sägten einen dicken Ast ab, der in die Fahrbahn ragte.© Christian Püls
An der Albrechstraße sperrte die Polizei die Bahnunterführung, damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnten. Die Feuerwehrmänner sägten einen dicken Ast ab, der in die Fahrbahn ragte.© Christian Püls
An der Albrechstraße sperrte die Polizei die Bahnunterführung, damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnten. Die Feuerwehrmänner sägten einen dicken Ast ab, der in die Fahrbahn ragte.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
An der Albrechstraße sperrte die Polizei die Bahnunterführung, damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnten. Die Feuerwehrmänner sägten einen dicken Ast ab, der in die Fahrbahn ragte.© Christian Püls
An der Beckumer Straße (Ecke Heidestraße) fiel ein Baum dem Sturm zum Opfer.© Christian Püls
Schilder und Absperrungen flogen um.© Christian Püls
Wetter-Kontrast am Montagvormittag: Sonne in Becklem.© Christian Püls
Wetter-Kontrast am Montagvormittag: Sonne in Becklem.© Christian Püls
Jede Menge Kleinholz in Becklem.© Christian Püls
Der Sturm knickte viele Bäume um.© Christian Püls
Der Sturm ließ viele Äste abbrechen.© Christian Püls
Diesen Baum legte der Sturm an der Richterstraße auf der Stadtgrenze zu Dortmund um.© Christian Püls
Jede Menge Kleinholz an der Oskarstraße in Habinghorst.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
In der Straße Dickebank warf es diese Mülltonne um – wahrlich nicht die einzige in Castrop-Rauxel.© Christian Püls
Wetter-Kontrast am Montagvormittag: Sonne in Habinghorst.© Christian Püls
Jede Menge Kleinholz an der Wannerbruchstraße.© Christian Püls
Dieses Verkehrsschild hielt den Böen nicht stand.© Christian Püls
Orkan-Tief Sabine knickte Äste und Bäume ab.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Jede Menge Kleinholz am Simon-Cohen-Platz.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls
Abgesehen vom Dach an der Lambertuskirche waren kaum Schäden in der Altstadt auszumachen. Nach Sturmtief Sabine ging in den Morgenstunden offenbar alles seinen gewohnten Gang.© Christian Püls

Die Feuerwehr zog um 14 Uhr Abschlussbilanz nach der Sturmnacht: Das Sturmtief ist „glimpflich“ abgelaufen, sagte Feuerwehrsprecher Michael Meissner. Es habe in der Nacht zehn sturmbedingte Einsätze und am Vormittag noch sechs gegeben, die alle zu keinen nennenswerten Sachschäden geführt hätten, so Meissner. Niemand wurde verletzt.

Die Feuerwehren im ganzen Stadtgebiet und auch das Technische Hilfswerk in Henrichenburg hatten sich auf diese Sturmnacht gesondert vorbereitet. Die meisten Einsätze verzeichnete die Feuerwehr dann aber lediglich wegen umgestürzter Bäume und heruntergefallener Dachziegel.

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„Wenn es so weiter läuft, können wir zufrieden sein“, sagte Meissner. Das Technische Hilfswerk, das als Reserve fungieren sollte, musste die Feuerwehr nicht anfordern.

Vereinzelte Dachziegel auf Gehwegen und Straßen

Neben umgefallenen Bäumen auf verschiedenen Straßen im Stadtgebiet fielen in der Altstadt auch Dachziegel von den Häusern. Am Biesenkamp war deshalb gegen 9 Uhr noch ein Bürgersteig abgesperrt, weil Dachziegel hier bis auf die Straße flogen und zerdepperten. Auch hinter derselben Häuserzeile am Lambertusplatz verteilten sich offenbar einige Dachziegeln vom selben Dach. Hier müssen Dachdecker tätig werden, ehe der Bordstein wieder freigegeben werden kann. Auch ein zerstörter Schirm kündet hier vom Tief Sabine.

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Dachdeckermeister Hans-Joachim Drath sagte am Morgen gegen 9.30 Uhr auf Anfrage unserer Redaktion generell zum Auftragsaufkommen nach der Sturmnacht: „Die Schäden sind überschaubar.“ Er habe ein paar mehr Anrufer als üblich, aber meist handele es sich um einzelne Dachziegel.

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