Ausbruch aus dem Alltag: Escape-Room in Corona-Zeiten

hzEscape Room

Wer in diesem Jahr wegen Corona nicht verreist, dem könnte ein Escape-Room Abwechslung bieten. Den Escape-Room Verschlusssache in Castrop-Rauxel haben wir getestet.

Castrop-Rauxel

, 04.08.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hinter der schlichten Tür eines Hauses versteckt sich das Reich der Rätsel in Castrop-Rauxel: der Escape-Room Verschlusssache. Bei einem Escape-Room werden die Teilnehmer in einen Raum eingeschlossen und müssen versuchen, durch das Lösen von Rätseln zu „entkommen“. Oft werden dabei spannende Geschichten erzählt, wie die Flucht aus einem Verlies oder die Suche nach entscheidenden Beweisen.

Unsere fünf Tester haben ganz unterschiedliche Escape-Room Erfahrungen. Das Ehepaar Julia (36) und Reiner (36) ist schon in vielen Escape-Rooms gewesen. Abel (50) und Claudia (52) mit ihrem Sohn Roman (15) sind heute zum ersten Mal "eingeschlossen". Auch wenn es die Rätsel suggerieren, im Escape-Room Verschlusssache wird niemand wirklich eingeschlossen. Zu jedem Zeitpunkt kann die Tür wieder geöffnet werden, hier muss keiner Angst haben.

Claudia versucht verschiedene Zahlencodes an einem Schloss. Im ganzen Raum sind Hinweise versteckt, die die Zahlenkombination verraten.

Claudia versucht verschiedene Zahlencodes an einem Schloss. Im ganzen Raum sind Hinweise versteckt, die die Zahlenkombination verraten. © Nora Varga

Das Licht geht aus, die Tür schließt sich, es geht los mit der Suche nach Rätseln und Hinweisen. Julia und Reiner machen es vor, Bilder werden von den Wänden genommen, Stühle umgedreht und jede Schublade wird inspiziert. Alles was nicht festgeschraubt ist, wird untersucht. Was für unsere ungeübten Rätseler noch seltsam aussieht, stellt sich als die richtige Taktik heraus. Überall verstecken sich Hinweise, verschlossene Tresore, Zahlenschlösser und Rätsel.

Jeder hat was zu tun

Eine Spur führt zur nächsten und durch geschicktes Kombinieren finden unsere Tester nach und nach alle verschlossenen Hinweise, während sie als Team zusammenarbeiten. Einer liest den Code vor, der andere gibt ihn ein und die Dritten arbeiten schon an einem anderen Rätsel. „Es ist immer schön, wenn es genug Rätsel gibt, damit alle beschäftigt sind. Sonst lösen zwei ein Rätsel und vier stehen drum herum. Hier war die Anzahl der Rätsel genau richtig“, erklärt Reiner.

Die unterschiedlichen Lösungen und Passwörter halten die Teilnehmer zur eigenen Übersicht auf einer Tafel fest. Es ist quasi ein großer Notizblock für die ganze Gruppe.

Die unterschiedlichen Lösungen und Passwörter halten die Teilnehmer zur eigenen Übersicht auf einer Tafel fest. Es ist quasi ein großer Notizblock für die ganze Gruppe. © Nora Varga

„Es war schön, dass wir zu mehreren da waren“, findet Abel, „allein hätte man das nicht so schnell geschafft“. Nach 44 Minuten haben es die fünf aus dem Raum geschafft, eine gute Zeit. 60 Minuten Zeit hätten sie gehabt. Wer es innerhalb von einer Stunde nicht schafft, der hat das Spiel verloren.

Damit auch Anfänger eine Chance haben, behält Daniel Steinbach (36) vom „Verschlusssache“ die Teilnehmer im Auge. Über eine Kamera und ein Mikrofon beobachtet er die Rätselnden die ganze Zeit. Er gibt ihnen kleine Tipps, wenn er merkt, dass sie nicht weiterkommen. Bei einer Matheaufgabe verrechnen sich unsere Tester schon im ersten Schritt. Nachdem sie einige Minuten verzweifeln, kommt der Hinweis über die Lautsprecheranlage. Nur wenige Teams schaffen die Rätsel nicht in 60 Minuten, einige brauchen mehr Tipps als andere.

Ein Erfolgserlebnis als Team

Nachdem das Rate-Team den Escape-Room verlassen hat, ist die Stimmung euphorisch. Das Erfolgsgefühl, als Team eine Herausforderung gestemmt zu haben, beschwingt die Tester. Die Corona-Auflagen sind auch hier präsent, eine Kontaktliste muss aufgefüllt und im Warteraum eine Maske getragen werden, im Rätselraum allerdings nicht. Nach jeder Gruppe wird der gesamte Raum desinfiziert. „Ich würde das gerne nochmal machen“, findet Claudia, die sichtlich begeistert von ihrem ersten Escape-Room ist.

Reiner und Roman versuchen sich an einem Rätsel, bei dem ein Computer eine Rolle spielt. Wer neugierig geworden ist, der kann sich im Escape-Room Verschlusssache in Castrop-Rauxel selbst versuchen.

Reiner und Roman versuchen sich an einem Rätsel, bei dem ein Computer eine Rolle spielt. Wer neugierig geworden ist, der kann sich im Escape-Room Verschlusssache in Castrop-Rauxel selbst versuchen. © Nora Varga

Julia findet den Escape-Room im Vergleich zu anderen Räumen "sehr abwechslungsreich. Die Rätsel waren sehr unterschiedlich und es hat echt Spaß gemacht". Auf die Frage, ob Corona das Erlebnis verändert hätte, verneinen die Beteiligten. Der Escape-Room hat unseren Testern eine Abwechslung von Corona verschafft und für 60 Minuten war Corona mal nicht das wichtigste Thema.

Fazit: Der Escape-Room Verschlusssache in Castrop-Rauxel bietet Anfängern und Fortgeschrittenen großen Rätselspaß. Neben Castrop-Rauxel bietet Verschlusssache auch Escape-Rooms in anderen Städten an. Mehr erfahren Sie unter https://www.verschlusssache-escape.de

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