EU-Führerschein bereitet Löschzügen Probleme

Freiwillige Feuerwehr

CASTROP-RAUXEL Der EU-Führerschein stellt die Freiwilligen Feuerwehren zunehmend vor Probleme. Immer weniger junge Leute sind berechtigt, die Einsatzwagen zu fahren. Denn schon das Standardfahrzeug wiegt mehr als 3,5 Tonnen.

von Von Christoph Witte

, 13.07.2009, 23:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
EU-Führerschein bereitet Löschzügen Probleme

Der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr kann immer seltener auf dem Fahrersitz der schweren Wagen Platz nehmen.

Parallel zur Führerschein-Novelle entwickelte sich der Fahrzeug-Sektor in die entgegengesetzte Richtung. „Unsere Autos werden immer schwerer, teilweise bis zu zwölf Tonnen“, so Schmidt. Der Landesfeuerwehrverband habe, so Schmidt, eine Ausnahmeregelung durchgesetzt, nach der Feuerwehrleute 4,25-Tonner (Wohnmobilregelung) fahren dürften. „Doch das ist völlig unbedeutend, damit können wir nichts anfangen“; meint der Wehrführer. Die Feuerwehr Castrop-Rauxel reagiert daher selbst auf den bevorstehenden Engpass. Jedes Jahr wird mindestens eine Kraft pro Löschzug zur Klasse-C-Ausbildung zur Feuerwehr-Fahrschule nach Dortmund geschickt. „Die Kosten werden von der Stadt übernommen“, sagt Feuerwehr-Chef Jürgen Schmidt. Bei der Klasse immerhin rund 1200 Euro. „Wenn der Betreffende allerdings noch CE, also für Anhänger über 750 Kilogramm, oben draufsatteln möchte, dann muss er den selbst bezahlen.“

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