Stadtbetrieb EUV reduziert den Service: Kein Sperrmüll, keine Papiertonne, kein Bringhof

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Der EUV Stadtbetrieb stellt die Leerung von Papiertonnen vorläufig ein. Das Unternehmen schränkt den Betrieb auch an anderen Stellen ein. Alles hängt mit dem Coronavirus zusammen.

Castrop-Rauxel

, 20.03.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der EUV wird die Papierbehälter ab nächster Woche vorläufig nicht mehr leeren. Wichtiger sind erst einmal die Rest- und Biobehälter sowie die gelben Wertstofftonne, so heißt es. „Wir müssen unsere Mitarbeiter jetzt dosiert einsetzen, müssen Prioritäten setzen in diesen schwierigen Zeiten“, begründete EUV-Chef Michael Werner die Entscheidung gegenüber unserer Redaktion.

Die Castrop-Rauxeler werden gebeten, Pappe, Papier und Kartonagen möglichst zu Hause zu lagern. „Das kann man sicher mal für eine Zeit machen“, hofft Werner. Pappe, Kartonagen und Papier könnten ansonsten auch an den großen Depotcontainerstandorten im Stadtgebiet entsorgt werden.

Sperrmüllabholung wird eingestellt

Die Sperrmülltermine, die bereits jetzt bis zum 23. April vereinbart worden sind, werden nach aktuellem Stand der Dinge noch gefahren. Ab dem 24. April aber werden keine Sperrmülltermine mehr vergeben, so der EUV.

Der Stadtbetrieb bittet ausdrücklich darum, derzeit auf Frühjahrsentrümpelungen und andere Aktionen zu verzichten.

Zur Bezahlung des Sperrmülls: Bisher erfolgte die Bezahlung in bar, wegen der aktuellen Lage und der damit verbundenen Schließung des Verwaltungsgebäudes am Westring 215 soll die Sperrmüllabholung nun nur noch per Überweisung bezahlt werden.

Weitere Einschränkungen nötig

Sollte es bei der Müllabfuhr aufgrund der aktuellen Lage zu weiteren Engpässen kommen, so habe die Leerung der Restabfallbehälter stets Priorität, gegebenenfalls könne es künftig neben den schon anstehenden Einschränkungen bei der Leerung der blauen Behälter auch bei der Leerung von Bioabfall zu möglichen Einschränkungen kommen.

Bei allen Müllabfuhr-Touren, die gefahren werden, könne es ab sofort zu zeitlichen Verschiebungen kommen, sodass die Behälter möglicherweise nicht direkt am regulären Abfuhrtag, sondern durchaus auch später geleert würden, heißt es.

Der EUV sei bestrebt, die Abfuhrtermine weiterhin einzuhalten, bittet aber darum, bei einer möglichen Verzögerung von telefonischen Nachfragen abzusehen.

Bringhof nur noch für Notfälle offen

Ein weiterer sensibler Punkt ist der Bringhof am Deininghauser Weg 103 in Ickern, der nur noch für Notfälle geöffnet sei. „Da müssen wir jetzt wirklich reduzieren“, so Michael Werner, „auch zum Schutz der Mitarbeiter. Die Situation da ist in den vergangenen Tagen eher suboptimal gelaufen.“

Man habe deutlich gemerkt, dass viele Menschen jetzt zu Hause blieben und plötzlich Zeit hätten, den Keller, die Garage oder das Haus aufzuräumen und zu entmisten, so der EUV-Vorstand. Das sei von den Mitarbeitern nicht zu stemmen und so bittet der EUV mit großem Nachdruck, „den Bringhof nur im absoluten Notfall anzufahren“, so Werner.

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Die kostenlose Grünabfallsammlung wird ab sofort aufgrund der erhöhten Frequentierung eingestellt und soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Gartenabfälle sollten erst einmal in den Gärten zwischengelagert werden. Auch der Umweltbrummi wird ab sofort samstags nicht mehr Station auf dem Bringhof in Ickern machen.

Die monatliche Tour des Schadstoffmobils findet ebenfalls bis auf Weiteres nicht mehr statt. Zum eigenen und zum Schutz der Bringhof-Mitarbeiter bittet der EUV Stadtbetrieb darum, das Anfahren des Bringhofes erst einmal zu vermeiden.

Weitere Informationen und Kontakte

Über die weitere Entwicklung will der EUV schnellstmöglich in Kenntnis setzen. Aktuelle Informationen sind immer auf der Internetseite des Stadtbetriebs unter www.euv-stadtbetrieb.de zu finden. E-Mail: info@euv-stadtbetrieb.de

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