Nach Mitarbeiter-Brief zum Corona-Bonus Weiterer Bundestagsabgeordneter kontaktiert EvK

Redakteur
Michael Breilmann hat nun auch das Wort ergriffen und der EvK-Belegschaft Gesprächsbereitschaft signalisiert.
Michael Breilmann hat nun auch das Wort ergriffen und der EvK-Belegschaft Gesprächsbereitschaft signalisiert. © EvK Castrop-Rauxel
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Nach Frank Schwabe (SPD) hat nun auch Michael Breilmann (CDU) Kontakt zur Mitarbeitervertretung der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne Castrop-Rauxel aufgenommen. In einem offenen Brief kritisierte der Vorstand im Namen von rund 2000 Beschäftigten aus drei Krankenhäusern den Pflegebonus.

Das EvK Herne habe vor einigen Monaten Kontakt zu Breilmann aufgenommen, teilt sein Wahlkreisbüro mit. Im Oktober habe es dann ein Gespräch mit dem Verwaltungsdirektor des EvK in Herne gegeben. „Zu diesem Zeitpunkt ging es vor allem um steigende Energiekosten und fehlende Unterstützung der Bundesregierung, allerdings nicht um den Corona-Bonus für Pflegekräfte“, so Sprecher Jonas Ehm.

„Selbstverständlich bin ich jederzeit zu Gesprächen mit der Mitarbeitervertretung und Mitarbeitern bereit, um die Nöte nach Berlin mitzunehmen“, wird Breilmann zitiert. Er strebt ein Treffen noch vor Weihnachten an: „Auch wenn in der kommenden Woche Sitzungswoche ist, bleibt noch die Woche vor Weihnachten“, so der Castroper Jurist.

Zum Coronabonus für Pflegekräfte meint er: „Der Bonus sollte an die volle erste Reihe des Gesundheitswesen gehen und nicht nur einzelne betreffen. Es ist Zeit, dass das Pflegepersonal nicht nur Applaus, sondern auch finanzielle Anerkennung erhält.“ Es hätte vermieden werden müssen, diesen Bonus nur an einen begrenzten Kreis auszuzahlen, so Breilmann. Die Unions-Fraktion habe das Vorgehen der Bundesregierung zum Coronabonus bereits zu Beginn des Jahres kritisiert.