EvK versorgt Corona-Patienten: Einer entlassen, sonst Überstunden-Abbau

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Das Evangelische Krankenhaus Castrop-Rauxel hat schon Covid-19-Patienten behandelt. Verwerfungen, wie sie aus anderen Städten bekannt wurden, blieben aus. Die Zahlen sind hier überschaubar.

Castrop-Rauxel

, 24.04.2020, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fragen zur aktuellen Lage im Evangelischen Krankenhaus von Castrop-Rauxel beantwortete Verwaltungsdirektor Gerhard Glock schriftlich.

? Wie viele Covid-19-Patienten werden derzeit in Ihrem Hause in Castrop-Rauxel behandelt? Wie viele waren es bislang insgesamt?

Bisher wurden zwei an COVID19 erkrankte Patienten stationär behandelt. Ein Patient konnte aus dem EvK entlassen werden.

? Seit Montag wird der Lockdown des öffentlichen Lebens schrittweise zurückgefahren. Rechnen Sie dadurch mit mehr Corona-Erkrankungen?

Dies ist eine Frage die von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist und eher von anderer Stelle zu beantworten ist. Wir sind aber auf alle Szenarien vorbereitet.

? Ist mit einer Lockerung der Besuchsbeschränkungen von Patienten in ihrem Haus in Castrop-Rauxel zu rechnen?

Bisher wurde eine Lockerung der Besucherregelung durch das Gesundheitsministerium oder der örtlichen Gesundheitsbehörde für Krankenhäuser noch nicht bekannt gegeben. Sollte eine Änderung eintreten, wird das EvK auf Basis der behördlichen Vorgaben und unter Einhaltung der Empfehlungen des RKI entsprechend reagieren.

? Wie viele (von wie vielen) Betten werden derzeit für Corona-Patienten vorgehalten? Wie viele (von wie vielen) davon sind Intensivbetten?

Im EvK haben wir derzeit eine Station für Corona Patienten freigezogen. Über ein gestuftes Verfahren können wir temporär weitere Betten für Patienten ausweisen, die an Covid-19 erkrankt sind.
Für alle anderen Patienten in unserem Haus gilt, dass wir die Belegungs- und Behandlungsstrukturen so gestaltet haben, dass wir in sämtlichen Fachabteilungen Patienten zur Behandlung aufnehmen können. Stationäre Behandlungen, die aufgrund des Krankheitsbilds keinen weiteren Zeitverzug zulassen, sind somit weiterhin gewährleistet.

? Für unbelegte, vorgehaltene Betten zahlt der Bund einen Ausgleich (unserer Kenntnis nach sind das 560 Euro pro Tag und Bett). Kommt dieses Geld bereits bei Ihnen an? Offenbar funktioniert das nämlich nicht überall, wie ein Fall aus Datteln zeigt.

Die ersten gemeldeten Ausgleichszahlungen für das EvK sind zeitnah eingegangen.

? Das Vorhalten von Betten und das Verschieben von nicht-dringenden Operationen hat (beispielsweise im Bundesland Hamburg) dazu geführt, dass das Pflegepersonal in Kurzarbeit geschickt wurde. Wie ist die aktuelle Lage in Castrop-Rauxel? Ist ein solcher Vorgang hier vorstellbar?

Um für die Aufnahme und Behandlung von Covid-19-Patienten gerüstet zu sein und jederzeit adäquat reagieren zu können, halten wir das gesamte Personal vor. Darüber hinaus begrüßen wir es natürlich, wenn diese ruhige Phase genutzt wird, um Überstunden zu nehmen.

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