Fahrschulen in Castrop-Rauxel warten auf das Ende der Corona-Pause

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Bürgermeister Rajko Kravanja hat in es in seiner Facebook-Sprechstunde bereits verkündet: Die Fahrschulen dürfen bald wieder unterrichten. Wie werden sie die Corona-Regeln umsetzen?

Castrop-Rauxel

, 26.04.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hinweis der Redaktion: In seiner neuesten Verordnung hat das Land NRW das Thema geregelt. Darin heißt es jetzt: „Das Erfordernis eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen gilt nicht für

den praktischen Unterricht von Fahrschulen; es dürfen sich nur der Fahrschüler und der Fahrlehrer im Fahrzeug aufhalten sowie während der Fahrprüfung zusätzlich eine Prüfungsperson.“

Noch warten die Fahrschulen in Nordrhein-Westfalen auf den offiziellen Erlass aus Düsseldorf, wann sie die Ausbildung ihrer Fahrschüler fortsetzen können. Die spannende Frage lautet auch in dieser Branche: Wie lassen sich die Corona-Regeln umsetzen?

Die Castrop-Rauxeler Fahrschulen haben sich schon einige Gedanken dazu gemacht. Auch Empfehlungen des Bürgermeisters und der Stadt liegen bereits vor.

E-Learning könnte die klassischen Theoriestunden ersetzen

Demnach gelten für den Theorieunterricht die selben Sicherheitsmaßnahmen und Hygiene-Vorschriften wie im Einzelhandel. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern ist einzuhalten, ebenso wie die Regelung, dass eine Person pro zehn Quadratmeter zugelassen ist.

Karsten Stuckmann, Inhaber der Fahrschule Lappenschmiede, spricht sich eher für E-Learning aus: „Zwar müssen dabei Technik und Datenschutz bedacht werden, aber für die Sicherheit ist das ganz klar die bessere Entscheidung.“

Weil der Fahrlehrer mit einem größeren Andrang rechnet, will er sein Angebot erweitern und an den Unterrichtstagen jeweils zweimal, also vormittags und zu den regulären Abendzeiten, den Theorieunterricht anbieten.

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Desinfektion und Maskenpflicht: Karsten Stuckmann hat vorgesorgt

Zu den Praxisstunden gibt es bisher noch keine offiziellen Aussagen, Karsten Stuckmann hat sich aber auch darüber schon Gedanken gemacht.

„Es wird bei mir Maskenpflicht geben. Wenn ein Schüler keine eigene Maske hat, dann werde ich ihm eine zur Verfügung stellen“, erklärt der Fahrlehrer. Außerdem habe er Desinfektionsmittel für die Hände sowie für Flächen im Auto deponiert, sodass jeder Fahrschüler vor und nach der Fahrstunde alles selbst desinfizieren könne.

Um die Schüler, die kurz vor ihren Prüfungen stehen, will sich der Fahrlehrer zuerst kümmern: „Es ist wichtig, dass wir diese Schüler informieren, wie es weiter geht, damit sie nicht noch Unmengen an Fahrstunden nehmen müssen. Da aber der TÜV derzeit noch nicht arbeitet, gestaltet sich das etwas schwierig.“

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Feststeht: Die Fahrschulen stehen in den Startlöchern, doch konkrete Entscheidungen sind erst in den nächsten Tagen zu erwarten.

Karsten Stuckmann bleibt zuversichtlich: „Es werden viele Fragen auf uns zukommen. Auch die Organisation wird anfangs etwas stressig sein, aber das bekommen wir schon hin. Nach einiger Zeit wird sich dann ja auch zeigen, wie gut es funktioniert.“

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