Feuerwehr hat Baum aus Dachstuhl entfernt

Missglückte Fäll-Arbeiten

Die riesige Buche, die am Mittwochnachmittag bei Fäll-Arbeiten auf das Haus einer Familie im Castrop-Rauxeler Stadtteil Schwerin gekracht war, wurde entfernt. Bei der missglückten Fällung wurde der halbe Dachstuhl des Hauses zerstört, die Familie blieb jedoch unverletzt.

SCHWERIN

, 13.08.2015, 16:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Feuerwehr hat Baum aus Dachstuhl entfernt

Das Haus am Unterspredey 39 ist von der Last auf dem Dach befreit. Der mächtige Stamm, der am Straßenrand liegt, lässt erahnen, wie gut es war, dass sich zum Zeitpunkts des Unfalls niemand im Haus aufgehalten hat.

Wie berichtet, hat die Sicherung der Buche nicht funktioniert. Die Seile waren gekappt worden, als eine plötzliche Windböe aufgetreten sei, so die Schilderung der mit der Fällung beauftragten holländischen Firma. Die sechsköpfige Familie hatte das Haus vor der Aktion verlassen.

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Riesige Buche kracht in Dachstuhl einer Schweriner Familie

Bei einem missglückten Fäll-Versuch krachte am Mittwochnachmittag eine riesige Buche auf das Dach einer Schweriner Familie. Verletzt wurde dabei niemand. Am Donnerstag entfernte die Feuerwehr dann in einem langen Einsatz den großen Baum vom Haus.
13.08.2015
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Am Mittwochnachmittag krachte die riesige Buche in den Dachstuhl und zerstörte ihn halb.© Foto: Abi Schlehenkamp
Familienvater Selam Tasdemir ist geschockt: Die riesige Buche, die auf das Haus der Familie geknallt ist, hat ihn um seine ganzen Ersparnisse gebracht. Das Geld hat er in den Kauf des Gebäudes am Unterspredey 39 investiert, das er seit Ende 2012 bewohnt.© Foto: Abi Schlehenkamp
Eigentlich sollte der Baum einfach nur gefällt werden.© Foto: Abi Schlehenkamp
Am Mittwochnachmittag krachte die riesige Buche in den Dachstuhl und zerstörte ihn halb.© Foto: Abi Schlehenkamp
Am Mittwochnachmittag krachte die riesige Buche in den Dachstuhl und zerstörte ihn halb.© Foto: Abi Schlehenkamp
Eigentlich sollte der Baum einfach nur gefällt werden. Verantwortlich für die Arbeiten war eine holländische Firma.© Foto: Abi Schlehenkamp
Am Mittwochnachmittag krachte die riesige Buche in den Dachstuhl und zerstörte ihn halb.© Foto: Abi Schlehenkamp
Am Mittwochnachmittag krachte die riesige Buche in den Dachstuhl und zerstörte ihn halb.© Foto: Abi Schlehenkamp
Am Mittwochnachmittag krachte die riesige Buche in den Dachstuhl und zerstörte ihn halb.© Foto: Abi Schlehenkamp
Am Mittwochnachmittag krachte die riesige Buche in den Dachstuhl und zerstörte ihn halb.© Foto: Abi Schlehenkamp
Der dicke Baum-Otto ist vom Dach runter, der Stamm liegt an der Straße Unterspredey© Foto: Abi Schlehenkamp
Bei dem Feuerwehreinsatz musste auch die Straße gesperrt werden.© Foto: Abi Schlehenkamp
Bei dem Feuerwehreinsatz musste auch die Straße gesperrt werden.© Foto: Abi Schlehenkamp
Am Mittwochnachmittag krachte die riesige Buche in den Dachstuhl und zerstörte ihn halb.© Foto: Abi Schlehenkamp
Neben dem Einfamilienhaus werden Luxus-Eigentumswohnungen errichtet.© Foto: Abi Schlehenkamp
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„Aufgrund der Topographie und so, wie der Baum da stand, handelte es sich um eine Hochrisiko-Fällung“, verdeutlichte Klaus Breuer, Chef des Bereichs Stadtgrün und Friedhofswesen, im Gespräch mit unserer Redaktion. Er betonte aber, selbst noch nicht vor Ort gewesen zu sein. Ob die vom Ordnungsamt eingeschaltete Bauordnung am Unterspredey gewesen ist und Statistiker eingeschaltet wurden, ließ sich bislang im Rathaus nicht klären.

„Wir haben noch keine Rückmeldung“, versicherte der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt. Wahrscheinlich hätte der Baum mit einem Kran abgesichert werden müssen, meint Breuer. Jeder Bürger sei allerdings für sich selbst verantwortlich. „Wir bieten Bürgern, die Bäume fällen oder beschneiden wollen, da gerne auch unseren Rat an“, erklärte der Grünflächenamtschef.

Erst Äste abgeschnitten, dann Stamm runtergehoben

Für die Feuerwehr dauerte der Einsatz am Unterspredey extrem lange. Über neun Stunden und bis in den neuen Tag hinein. Mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks und einer Kranfirma wurde der in den Dachstuhl gekrachten Buche der Garaus gemacht. Ein Kran sicherte den Baum, vom Korb an einem zweiten wurden die Äste so lange abgeschnitten, bis er fast kahl war. Danach wurde der Stamm runtergehoben.

Zur Höhe des entstandenen Schadens gibt es noch keine Aussagen. Wäre die Windböe, von der als Ursache die Rede ist, anders geweht, hätte auch der Neubau nebenan in Mitleidenschaft gezogen werden können. Neben dem betroffenen älteren Haus werden gerade Luxus-Eigentumswohnungen errichtet.

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