Feuerwehr ordnet Bluttests an

Gefahrguttransport

30.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Castrop-Rauxel Die Feuerwehr will auf Nummer sicher gehen und beordert vier Menschen, die bei dem Unfall eines Gefahrguttransporters auf dem Autobahnkreuz Castrop-Rauxel Ost am 18. Mai anwesend waren (wir berichteten ausführlich), zu einer Dioxin-Analytik. Neben dem Lkw-Fahrer soll auch das Blut der beiden Ersthelfer und des Notarztes auf das Seweso-Gift hin untersucht werden. «Wir gehen weiter davon aus, dass es kein Problem gibt», sagt Ulrich Vogel, stellvertretender Leiter der Feuerwehr in Castrop-Rauxel. «Dennoch möchten wir das dokumentiert haben, um Spätfolgen ausschließen zu können.» Alle vier Personen seien mit den kontaminierten Abfällen aus einer Rauchgasentschwefelungsanlage im Laufe des Unfalls bzw. der Verletztenversorgung in Kontakt gekommen. Bei der anstehenen Untersuchung wird die tatsächliche Dioxinmenge im Blut mit «den Werten eines 'normalen' Industriemenschen verglichen», erklärt Ulrich Vogel. Denn Dioxine würden ständig in den Körper aufgenommen, zum Beispiel beim sommerlichen Grillvergbnügen. Das aufwendige analytische Verfahren werde länger Zeit in Anspruch nehmen. Die Ergebnisse wird die Feuerwehr Castrop-Rauxel anschließend präsentieren. b-r

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