Für Krankenhäuser gilt wieder Besucherstopp, aber es gibt Ausnahmen

Coronavirus

Der Kreis Recklinghausen hat aktuell verfügt, dass in den Krankenhäusern im Kreis eine einheitliche Besucherregel gilt. Und damit ein grundsätzliches Besuchsverbot. Es gibt aber Ausnahmen.

Castrop-Rauxel

, 13.10.2020, 18:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für Krankenhaus-Besucher gibt es strengere Regeln. (Symbolbild)

Für Krankenhaus-Besucher gibt es strengere Regeln. (Symbolbild) © Kevin Kindel

Die Coronazahlen im Kreis Recklinghausen steigen, die 7-Tages-Inzidenz liegt über 50 – Grund genug für den Kreis, die Besucherregeln zu vereinfachen. Grundsätzlich enthält die „Allgemeinverfügung zum Zwecke der Verhütung und Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2“ ein Besuchsverbot in Krankenhäusern.

In Castrop-Rauxel informiert das Rochus-Hospital bereits auf seiner Homepage über die Regeln, die Ausnahmen zulassen. Das Evangelische Krankenhaus Castrop-Rauxel hat am Dienstag noch an seiner bisherigen Besucherregelung festgehalten. Andrea Wocher aus der Unternehmenskommunikation verweist auf die Homepage. Kurz zusammengefasst sind Besuche ab dem vierten Tag in stationärer Behandlung pro Patient einmal am Tag für eine Stunde erlaubt.

Die Allgemeinverfügung, die am Montag (12.10.) vom Kreis erlassen wurde, sieht strengere Bestimmungen vor. „Das grundsätzliche Besuchsverbot für Kliniken dient insbesondere der Aufrechterhaltung der Krankenversorgung und dem Schutz besonders vulnerabler Gruppen“, heißt es dort. Das Besuchsverbot vermindere das Risiko, dass ein Infektionsgeschehen von außen in die Kliniken getragen werde.

Regeln gelten ab einer 7-Tages-Inzidenz von 35

Die Krankenhäuser des Kreises Recklinghausen sind angehalten, beim Überschreiten der Anzahl an Neuinfektionen die Besucherregelung umzusetzen, so steht es in der Verfügung. Das gilt bis 31. Oktober bei einer Wochen-Inzidenz über 35.

Grundsätzlich sind Besuche bei stationären Patienten nicht zulässig.

Ausnahmen von dieser Regelung können in folgenden Fällen gemacht werden:

  • Patienten mit einem stationären Aufenthalt ab länger als 5 Tagen können maximal einen Besucher alle 5 Tage für höchstens 30 Minuten empfangen.
  • Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden, können maximal einen Besucher an jedem zweiten Tag für höchstens 30 Minuten empfangen.
  • Stationär behandelte Kinder können einmal täglich Besuch durch ihre Eltern erhalten.
  • Sterbende Patienten können uneingeschränkt besucht werden.
  • Patienten, die unter Betreuung stehen, können für die erforderliche Klärung von rechtlichen und medizinischen Fragen Besuch empfangen.
  • Patienten können Besuch erhalten zur Mitteilung schwieriger Diagnosen.
  • Werdende Väter können während der Geburt ihres Kindes anwesend sein und anschließend auch in den Folgetagen die Mutter und ihr Neugeborenes besuchen.

Beim Aufenthalt im Krankenhaus müssen alle Besucher einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das Betreten des Krankenhauses durch Besucher, die Symptome aufweisen, welche auf eine Corona-Infektion hindeuten, ist nicht gestattet.

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