Gasalarm an der Christinenstraße - Haushalte ohne Gas- und Stromversorgung

Feuerwehr

Bei Bauarbeiten an der Christinenstraße ist es zu einem Leck an einer Gasleitung gekommen. Slyvia Heinemann sah die Feuerwehr und wartete auf eine Warnung für alle Anwohner - vergeblich.

Obercastrop

, 06.08.2019, 13:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gasalarm an der Christinenstraße - Haushalte ohne Gas- und Stromversorgung

Bei Arbeiten an der Gasleitung im Bereich der Christinenstraße südlich der Franzstraße ist Gas ausgetreten. Mitarbeiter von Westnetz und EUV sind vor Ort, nachdem die Feuerwehr wieder abgerückt ist. © Thomas Schroeter

Um 11.50 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr ein. Bei Tiefbauarbeiten auf der Christinenstraße in Höhe der Hausnummer 126 hatte ein Bagger die Versorgungsleitungen beschädigt und es kam zum Gasaustritt. Mitarbeiter der Westnetz sicherten mit Polizei und Feuerwehr die Gefahrenstelle. Ausgerückt waren die Hauptwache und der Löschzug Merklinde.

Durch das ebenfalls beschädigte Niederspannungskabel fiel für rund 30 Haushalte der Strom aus, drei Haushalte waren auch am Nachmittag noch ohne Gasversorgung. Um 15.45 Uhr gab Westnetz schließlich Entwarnung: Problem behoben, Anwohner wieder versorgt. Die Arbeiter von Westnetz hatten zuvor das kaputte Teilstück rausgetrennt und ein neues eingesetzt.

Anwohner mussten nicht gewarnt werden

Nach Angaben der Stadt-Pressestelle habe man die Anwohner wegen des geringen Gasaustritts nicht gewarnt.

Gasalarm an der Christinenstraße - Haushalte ohne Gas- und Stromversorgung

Diese Gasleitung wurde vom Bagger beschädigt. © Westnetz

Das sieht Slyvia Heinemann anders. Die 39-Jährige wohnt an der benachbarten Cottenburgstraße und machte sich Sorgen, als ihr die Einsatzkräfte auf dem Weg zur Arbeit begegneten. „Normalerweise muss man in so einem Fall die Anwohner informieren“, findet sie. Im Einsatzportal der Feuerwehr machte sie sich schlau, telefonierte in der Nachbarschaft rum und rief auch bei Thyssengas an, wo man ihr versicherte, dass es in engen Abständen Sicherheitsventile gebe.

Für Heinemann kein Argument. Sie wünscht sich in solchen Fällen mehr Informationen seitens der Feuerwehr, was zu tun sei.

Gaskonzentration in der Luft gemessen

Eine Westnetz-Sprecherin erklärt derweil, dass in solchen Fällen die Mitarbeiter immer zuerst die Gaskonzentration in der Luft messen würden und so einen Gefährdungsbereich ermitteln. In diesem Fall sei nur der Bereich direkt an der Leitung betroffen gewesen, für Anwohner hätte also keine Gefahr bestanden.

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