Gebäude der JVA Castrop-Rauxel einsturzgefährdet, Gutachten lässt auf sich warten

hzMeisenhof

Risse an den Wänden, marodes Bauwerk: 2019 mussten Knall auf Fall 35 Gefangene der JVA Castrop-Rauxel verlegt werden. Unklar ist, wie es mit dem einsturzgefährdeten Hafthaus weitergeht.

Ickern

, 20.03.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im August 2019 hatte Julius Wandelt, Leiter der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Ickern, den zuständigen Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW darauf hingewiesen, dass an Hafthaus 9 Schäden in den Außenwänden aufgetreten seien. Risse, die innen und außen zu sehen waren. Die untere Ecke eines der Häuser sei schräg und man erkenne einen Versatz der Wände.

Das Gebäude musste im September geräumt werden. 35 Häftlinge wurden nach Bielefeld-Senne verlegt. Der Bau- und Liegenschaftbetrieb teilte jetzt mit, dass ein Bodengutachten in Arbeit sei.

Das soll Aufschluss darüber geben, ob eine Sanierung des Hafthauses 9 oder ein Neubau an anderer Stelle innerhalb der Liegenschaft die beste Lösung wäre. Sprecherin Rebecca Keller: „Bodenproben werden in einem engmaschigen Netz genommen. Eine Entscheidung zum weiteren Vorgehen wird erst nach Vorliegen des Gutachtens möglich sein.“ Einen Zeitpunkt nannte sie nicht.

Gebäude der JVA Castrop-Rauxel einsturzgefährdet, Gutachten lässt auf sich warten

Julius Wandelt ist nicht begeistert: „Wir haben das Gefühl, dass es nicht weiter geht.“ Es würden in großer Zahl Bohrungen und Bodenuntersuchungen stattfinden, aber ein Ergebnis sei ihm nicht bekannt.

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„Wir stehen dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW auf den Füßen, das Ministerium fragt auch ständig nach, aber es gibt kein Ergebnis.“ Wandelt vermutet, dass eine Sanierung zu teuer würde und man über einen Neubau nachdenkt.

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