Geldstrafe für Schürholt

CASTROP-RAUXEL Das Amtsgericht Landau hat den ehemaligen CDU-Oberbürgermeisterkandidaten und gebürtigen Castrop-Rauxeler Kai Schürholt wegen Titelmissbrauchs zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt.

21.12.2007, 15:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geldstrafe für Schürholt

Der 36-jährige Kai Schürholt.

Selbstläufer

Selbstläufer

Schürholt hatte sich wie berichtet als Doktor der Theologie ausgegeben, obwohl er seine Promotion noch längst nicht abgeschlossen hatte. In Berlin, wo er als Referent von Abgeordneten und beim Brauerbund arbeitete, sei er in Einladungen als Dr. tituliert worden, schilderte er. Aus Eitelkeit habe er nicht widersprochen. Dann sei das Ganze ein Selbstläufer geworden. 2007 wurde Schürholt CDU-Kandidat für die OB-Wahl in Landau am 2. September. Als sein Name auf einem Flugblatt mit Dr.-Titel versehen wurde, unternahm er wieder nichts.

Als der Schwindel aufzufliegen drohte, erfand Schürholt eine Tumorerkrankung, um aus dem Wahlkampf aussteigen zu können. "Moralisch völlig verwerflich", nannte er das nun selbst.

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