Wetterlage: Genug Grundwasser trotz des zu trockenen Monates April

Emschergenossenschaft

Nach dem Dauerregen im Februar zeigte sich der April trocken. Landwirte und Gartenbesitzer mussten wässern. Die Emschergenossenschaft hat die Werte analysiert, die Überraschungen bereithalten.

Castrop-Rauxel

, 07.05.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Februar war im Emscher-Gebiet sehr nass, der April hingegen deutlich zu trocken.

Der Februar war im Emscher-Gebiet sehr nasse, der April hingegen deutlich zu trocken. © picture alliance/dpa

Der Februar 2020 war im Emscher-Gebiet der drittnasseste Februar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1891. Der April hingegen war trotz der Niederschläge in der vergangenen Woche deutlich zu trocken.

Für manche überraschend: Für den Zeitraum von November bis einschließlich April wurden mit insgesamt 425 mm Niederschlag 51 mm mehr gemessen als im langfristigen Vergleich. Das lag nach Angaben der Emschergenossenschaft mit an den extrem hohen Niederschlägen im Februar, die auch zu Hochwässern an der Emscher führten.

Ein nasser November

Der November war mit 89 mm ebenfalls nasser als der langjährige Durchschnitt, der Januar mit 46 mm hingegen trockener. Der April zeigte sich über weite Teile ebenfalls sehr trocken, die Niederschläge der vergangenen Woche sorgten aber für Entspannung.

Im Mittel wurden im April letztendlich 23 mm im Emscher-Gebiet gemessen – das entspricht einer Abweichung in Höhe von -58 Prozent gegenüber der langjährigen Monatssumme.

Grundwasserstände im Emscher-Gebiet konnten sich erholen

Bislang sei die Regenbilanz im aktuellen Wasserwirtschaftsjahr (November bis Mai) positiv – besonders im Vergleich zu den vergangenen beiden Wasserwirtschaftsjahren, die von Hitze und Trockenheit geprägt waren. Dadurch hätten sich zwischenzeitlich auch die Grundwasserstände im Emscher-Gebiet erholen können und lagen im März wieder im langjährigen Monatsmittel.

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Zwischen November 2018 und Januar 2020 war der Grundwasserstand nach Angaben der Emschergnossenschaft dauerhaft niedriger als die langjährigen Mittel.

Extremwetterlagen stellen Region vor Herausforderungen

Beim Blick auf diese Entwicklungen wird laut Unternehmen auch deutlich, dass Extremwetterlagen mit Starkregenereignissen und Hitzeperioden die Region vor neue Herausforderungen stellen. „Wir gehen die Herausforderung Klimawandel gemeinsam als Region an. Nur so lassen sich Lösungen für regionale Problemstellungen finden“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Mit dem Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ im Rahmen der Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ wollen Emschergenossenschaft und Lippeverband zusammen mit vielen Partnern eine gemeinsame Klimaanpassungsstrategie umsetzen.

Zu den Zielen der Zukunft gehören unter anderem die Abkopplung von mindestens 25 Prozent der versiegelten Flächen vom Kanalnetz bis 2040.

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