Gesamtschule Ickern: Eltern können schon bald beim Aufbau mitwirken

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Die Gesamtschule Ickern startet im Sommer 2021 mit dem fünften Jahrgang. Im November werden Eltern informiert. Die Kosten sind inzwischen auf sechs bis sieben Millionen Euro gestiegen.

Ickern

, 12.10.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Plan ist ambitioniert. Die Gesamtschule Ickern soll bereits im Sommer 2021 die ersten Schüler aufnehmen. Außerplanmäßig werden dafür rund 850.000 Euro bereitgestellt. Es war eine der letzten Entscheidungen des noch amtierenden Stadtrates in seiner Sitzung am 30. September. Und sie fiel einstimmig. „Es ist ein deutliches Signal, dass die Gesamtschule an den Start gehen kann“, so Bürgermeister Rajko Kravanja.

„Es ist eine spannende Aufgabe, auf die ich mich sehr freue“, sagt die Beigeordnete Regina Kleff im Gespräch mit dieser Redaktion. „Es gibt viele Gestaltungsmöglicheiten“. Inklusives Arbeiten und Klimaneutralität nennt sie als zwei Stichpunkte. Bereits im November wird es erste konkrete Informationen zu den Möglichkeiten und Optionen der Gesamtschule geben. „Interessierte Eltern können sich frühzeitig beteiligen“, sagt sie und spricht von modernen Formen des Lernens.

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Gut drei Monate sind seit dem Gründungsbeschluss für die vierzügige Gesamtschule in der ehemaligen Janusz-Korczak-Gesamtschule an der Waldenburger Straße vergangen. Die Gesamtkosten schätzt der Bereich Immobilienmanagement inzwischen auf eine Summe zwischen 6 und 7 Millionen Euro. Sie müssen über einen Zeitraum von mehreren Jahren erbracht werden. Ab 2022 werden es jeweils rund 1,2 Millionen Euro sein, so die Verwaltung.

Kompetenzteam diskutiert bauliche und pädagogische Aspekte

Im Juni war noch eine Million Euro weniger berechnet worden. „Danach hat ein Kompetenzteam an einem Raum- und baulichem Konzept gearbeitet“, sagt Beigeordnete Regina Kleff auf Anfrage. Das Team, zu dem Vertreter der Bezirksregierung, der Schulverwaltung und Lehrer gehören, komme regelmäßig zusammen. „Es werden neben den baulichen Aspekten, die pädagogisch-didaktischen Schwerpunkte sowie alle schulrechtlichen Fragen erörtert“, so Regina Kleff.

Rund 750.000 Euro werden laut Ratsbeschluss für das Haushaltsjahr 2021 außerplanmäßig bereitgestellt. Sie sind für die Umbau- und Sanierungsarbeiten bestimmt. Der Eigenanteil der Stadt beträgt zehn Prozent.

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Weitere 90.000 Euro werden in den IT-Ausbau und die Ausstattung mit W-Lan-Technik fließen. Dazu wird vor allem Geld aus dem Digitalpakt eingesetzt. Dank des Ratsbeschlusses ist es jetzt möglich, früh erforderliche Vergabeverfahren starten und Aufträge an entsprechende Firmen erteilen zu können. Insgesamt prognostiziert das Immobilienmanagement für diesen ersten Bauabschnitt Gesamtkosten von rund 1,5 Millionen Euro.

Klassen- und Differenzierungsräume für den fünften Jahrgang

Im Sommer 2021 sollen die fünften Klassen an der Gesamtschule Ickern starten. Bis dahin soll in einem ersten Bauabschnitt im kommenden Jahr der nördliche Gebäudetrakt hergerichtet werden. Insgesamt sieben Klassen-, zwei Differenzierungs-, ein Kunst- und drei Lagerräume, außerdem ein Raum für den naturwissenschaftlichen Unterricht mit einem Deckensystem für die Medienbereitstellung und Vorbereitungsraum zählt die Verwaltung auf. Außerdem soll 2021 die Fassade zur Waldenburger Straße mit dem Eingangsbereich entsprechend saniert werden.

In Etappen wird die neue Gesamtschule dann weiter von Grund auf saniert werden. Dies bedeutet, dass das Gebäude faktisch in den Rohbauzustand versetzt und komplett neu hergerichtet wird. Dazu gehört, dass die Sanitär-, Elektro- und Heizungsinstallationen inklusive der Leitungsnetze komplett erneuert werden.

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