Geständiger Vergewaltiger aus Castrop-Rauxel ruft Bundesgericht an

„Nein“ ignoriert

Die Verurteilung eines Castrop-Rauxelers nach einem Sex-Übergriff auf eine Disko-Bekanntschaft ist nicht das letzte Wort. Der 30-Jährige fühlt sich zu hart bestraft. Er kämpft überraschend weiter.

Bochum/Castrop-Rauxel

, 08.07.2020, 21:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der 30-jährige Castrop-Rauxeler wurde erstinstanzlich wegen Vergewaltigung zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt.

Der 30-jährige Castrop-Rauxeler wurde erstinstanzlich wegen Vergewaltigung zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. © Werner von Braunschweig

Die von einem 30-jährigen Mann aus Castrop-Rauxel erst ganz zum Schluss doch noch eingestandene Vergewaltigung einer 19-jährigen Schülerin wird zu einem Fall für den Bundesgerichtshof (BGH). Der Angeklagte hat Revision gegen seine Verurteilung eingelegt.

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Die 9. Strafkammer am Bochumer Landgericht hatte den 30-Jährigen zuletzt zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Laut Urteil hat der Castrop-Rauxeler am 31. März 2019 das „Nein“ einer Schülerin aus Herten mehrfach ignoriert und die 19-Jährige im Anschluss an eine lange Disko-Nacht in ihrer eigenen Wohnung vergewaltigt.

Vorbestraft wegen ähnlicher Vorwürfe

Der Angeklagte war bereits vorbestraft und - wie es vor Gericht hieß - zuvor schon mehrmals ähnlichen Vorwürfen von jungen Frauen ausgesetzt gewesen. Im Prozess hatte der Castrop-Rauxeler lange darauf beharrt, dass der Sex in der fraglichen Nacht einvernehmlich abgelaufen sei. Er hatte sogar extra die Einholung eines Glaubwürdigkeitsgutachtens über die Belastungszeugin angestrengt.

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Obwohl von den Bochumer Richtern mehrfach damit konfrontiert, dass es keinerlei Zweifel an der Glaubwürdigkeit der 19-Jährigen gebe, hatte der 30-Jährige die Tat am letzten Prozesstag eingestanden. Er entschuldigte sich.

Durch das Einlegen einer Revision ist das Vergewaltigungs-Urteil nicht rechtskräftig. Mit einem Ergebnis beim BGH ist frühestens Ende 2020 zu rechnen.

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