Gestohlenes Spezial-Kennzeichen gehörte zu einer Harley Davidson

Urkundenfälschung

Das Motorrad war verkauft, als die ehemaligen Halter stutzig wurden. Zurecht, denn die Maschine war noch gar nicht umgemeldet. Das konnte aber kaum auffallen. Erst ein Anruf brachte Klarheit.

Castrop-Rauxel

, 04.11.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Motorrad hatte ein neues Kennzeichen, aber umgemeldet war es nicht. Das erfuhren die Verkäufer aber erst, nachdem sie ihre Versicherung angerufen hatten.

Das Motorrad hatte ein neues Kennzeichen, aber umgemeldet war es nicht. Das erfuhren die Verkäufer aber erst, nachdem sie ihre Versicherung angerufen hatten. © dpa-tmn

Das Nummernschild machte ihn stutzig: An der Suzuki, die ein Castrop-Rauxeler einem Bekannten verkauft hatte, prangte ein neues Kennzeichen. Eins, das ihn und seinen Bruder stutzen ließ. Zugelassen in der Nachbarstadt Dortmund, habe auch das Siegel so erhaben gewirkt.

Danach gefragt, war der neue Besitzer nicht um eine Auskunft verlegen. Er prahlte sogar, es sei ein Diplomaten-Kennzeichen. Er habe schließlich eine gute Bekannte in der Zulassungsstelle, die ihm jede gewünschte Kombination ermögliche.

Nachgefragt bei der Versicherung

Argwöhnisch wandten sich die Brüder an ihre Versicherung. Dort erfuhren sie, dass das Motorrad noch gar nicht umgemeldet war; obwohl der neue Besitzer schon mehr als zwei Monate mit dem Gefährt durch die Gegend fuhr.

„Stellen Sie sich mal vor, es wäre was passiert“, sagte der einstige Halter. „Dann wäre ich dran gewesen und mein Bruder ebenso, denn auf ihn lief die Versicherung.“

Die Polizei fand schnell heraus, dass das sogenannte „Diplomaten-Kennzeichen“ von einer gestohlenen Harley Davidson stammte. Und ein Blick auf das Vorstrafen-Register zeigte dem Richter, dass der 52-Jährige mit den angeblich guten Beziehungen schon etliche Male aufgefallen war.

Da er nicht zur Verhandlung erschienen war, gab es einen Strafbefehl in Abwesenheit. 150 Tagessätze zu je 10 Euro. Der Straftatbestand: Urkundenfälschung.

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