Graffiti kosten die Stadt einige Tausend Euro - Sprayer wünschen sich mehr legale Flächen

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Illegale Graffiti kosten die Stadt viel Geld. Dabei kann auch ganz legal Farbe an die Wand gebracht werden. Zum Beispiel am Jugendzentrum Trafo. Doch der Bedarf nach mehr Flächen ist da.

Ickern

, 08.08.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es zischt, es riecht nach Lack und es wird bunt. Wenn die Dosen klackern und graue Wände farbig werden, geht den einen das Herz auf. Den anderen ist es einfach ein Dorn im Auge.

Allein der Stadt Castrop-Rauxel sind in diesem Jahr Kosten in Höhe von 6334,25 Euro entstanden, um illegale Graffiti zu entfernen. Im gesamten Jahr 2018 hatte die Stadt Ausgaben in Höhe von 4593,02 Euro.

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Es werden nur Graffiti von städtischen Immobilien oder sonstigem städtischen Eigentum entfernt, „wenn es sexistisch, nationalsozialistisch oder anderweitig ehrverletzend ist oder sich gegen die Demokratie richtet“, sagt Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi.

Legale Graffiti - das geht am Trafo in Ickern

Aber es geht auch anders. In Castrop-Rauxel gibt es Wände, die legal bemalt werden dürfen. Am Jugendzentrum Trafo in Ickern gibt es einige große Flächen, an denen sich Künstler austoben können.

„Hier sind Sprayer unterwegs, die als Jugendliche schon hier waren. Da sind auch Leute dabei, die schon seit 15 Jahren sprayen“, sagt Trafo-Leiter Armin Polfuß.

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Am Jugendzentrum Trafo ist es bunt - Sprayen ist hier erwünscht

Am Trafo darf gesprüht werden und das ganz legal. Das Jugendzentrum bietet sich sogar Workshops an, in denen Kinder und Jugendliche den richtigen Umgang mit der Sprühdose lernen. Aber auch der verantwortungsvolle Umgang wird vermittelt.
08.08.2019
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Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Das ist eine Test-Wand: Anfänger können sich hier austoben, bevor sie sich an die großen Flächen wagen.© Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Das Jugendzentrum Trafo in Ickern befindet sich an der Straße In der Wanne 104. © Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald
Am Jugendzentrum Trafo in Ickern ist das Sprühen legal. Trafo-Leiter Armin Polfuß findet, es müsste mehr legale Wände in Castrop-Rauxel geben.© Victoria Maiwald

In diesem Jahr findet in den Sommerferien zum zehnten Mal der Graffiti-Workshop statt. Vom 5. bis 9. August können Kinder und Jugendliche von 12 bis 16 Uhr Graffiti auf die Wände bringen.

Aber nicht nur der kreative Prozess ist wichtig. „Wir sagen den Teilnehmern, wo sie sprühen dürfen und wo nicht“, sagt der gelernte Erzieher. Die Kinder und Jugendlichen lernen, welche Konsequenzen es haben kann, wenn sie fremdes Eigentum beschmieren.

Auch am Trafo wird illegal gesprüht

„Der ganze Umgang mit der Materie wird hier vermittelt, dabei geht es auch um die Verwendung der Ressourcen. Dosen dürfen zum Beispiel nicht einfach achtlos weggeworfen werden“, sagt Polfuß.

Die Workshops haben auch präventiven Charakter. Sie sollen verhindern, dass Häuser illegal beschmiert werden. Aber auch das Trafo ist nicht gegen illegale Graffiti gefeit. „Hier werden Flächen bemalt, die dafür eigentlich nicht gedacht sind“, sagt Polfuß. Darunter fallen Fenster oder gefährliche Stellen in luftiger Höhe. Der Erzieher kann verstehen, wenn Anwohner sich über illegale Schmierereien aufregen. „Das ist wirklich ärgerlich.“

Armin Polfuß weiß, dass sich Sprayer mehr legale Flächen in Castrop-Rauxel wünschen. „Eine Hall of Fame wäre gut. Das ist eine Wand, die zu jederzeit für Sprayer zur Verfügung steht. Toll wäre das an einer Stelle, die nicht irgendwo versteckt ist.“

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Denn am Trafo darf nur gesprüht werden, wenn jemand vom Team da ist und am besten auch in Absprache.

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