Jugendorganisation: Grüne Jugend Castrop-Rauxel hat sich neu gegründet

Politik

Eigentlich gab es sie schon immer, aber aus den Jugendlichen waren Erwachsene geworden. Jetzt hat sich die Grüne Jugend in Castrop-Rauxel neu gegründet und erklärt ihre Ziele.

Castrop-Rauxel

, 18.05.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lilli Meister und Timo Eismann haben sich zuletzt bei Fridays for Future engagiert und waren jetzt bei der Gründung der Grünen Jugend Castrop-Rauxel beteiligt.

Lilli Meister und Timo Eismann haben sich zuletzt bei Fridays for Future engagiert und waren jetzt bei der Gründung der Grünen Jugend Castrop-Rauxel beteiligt. © Tobias Weckenbrock

Die Satzung ist fertig, die Engagierten sind gefunden, der Vorstand wird in den kommenden Wochen gewählt: Castrop-Rauxel hat wieder eine aktive Grüne Jugend. Allen voran Lilli Meister, die sich zuletzt auch schon für Fridays for Future eingesetzt hat. „FFF ist aber unpolitisch“, betont die Studentin, die im Zuge ihres Engagements für den Klimaschutz jedoch gemerkt hat, was man alles bewirken kann und sich jetzt auch politisch engagieren möchte.

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„Ich möchte noch mehr erreichen“, erklärt Meister, die andere mitziehen will. Gesucht werden junge Menschen ab 14 Jahren, die Lust auf grüne Politik haben und etwas in der Stadt bewirken wollen. Wer dabei sein will schreibt eine E-Mail an gj@gruene-castrop-rauxel.de. Man müsse auch nicht sofort offizielles Mitglied werden. Das Stichwort Klima spiele eine große Rolle. Derzeit wird es zwar von Corona-Themen verdrängt, aber Lilli Meister ist sich sicher: „Die Klimakrise bleibt aktuell.“

Klima- und Umweltschutz voranbringen

In der Satzung heißt es: „Die Grüne Jugend Castrop-Rauxel sieht sich als Organisation zur Vernetzung und auch Vertretung junger grüner Menschen gegenüber der Partei und Öffentlichkeit. Als grüne Jugendorganisation bringt die GJ Castrop-Rauxel ihre Ideen und Anliegen in die Partei Bündnis 90/Die Grünen Castrop-Rauxel sowie in politische Diskussionen ein.“

Der Jugendorganisation sei es dabei besonders wichtig, den Klima- und Umweltschutz weiter voran zu bringen, die Demokratie vor denjenigen zu schützen, die sie bedrohen und für Gleichberechtigung aller Menschen zu sorgen. „Dazu gehört auch, sich gegen jegliche Art von Rassismus und Diskriminierung zu positionieren. Entscheidungen werden demokratisch, transparent und offen getroffen.“ So steht es in der Satzung.

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Unterstützt wird die neu gegründete Grüne Jugend vom Stadtverband der Grünen, der einige der Heranwachsenden direkt in sein Wahlkampfteam beordert hat. „So können wir auf einer breiten Basis die Leute erreichen und uns auch thematisch breiter aufstellten“, glaubt Grünen-Sprecher Holger Schelte, der die Grüne Jugend als Bereicherung für die Partei sieht.

Anderer Blick auf die Dinge kann helfen

„Junge Menschen haben durch die Sozialen Medien teilweise eine ganz andere Herangehensweise an Themen und auch einen anderen Blick darauf.“ Beim Thema Bildung mache es beispielsweise einen Unterschied, ob man mit jemandem spreche, der selbst gerade mit der Schule fertig ist oder mit jemandem dessen Schulzeit unter Umständen schon Jahrzehnte zurück liege. Er habe großes Vertrauen, dass die Jugendlichen ihre Themen finden und bespielen werden.

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