Grünes Licht für Grubenmännchen? Drei Ampeln könnten bald energiesparend umgerüstet werden

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In dieser Woche steht eine Vorentscheidung an: Wird es an drei Ampeln in Castrop-Rauxel in Zukunft Grubenmännchen statt einfacher Ampelmänner geben? Es gibt einen Plan, wie und wo das wäre.

Castrop-Rauxel

, 25.06.2019, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Konkret geht es um eine Empfehlung des Umweltausschusses (tagt am Dienstag, 25. Juni, 17 Uhr) an den Energiebeirat: Drei Ampeln, auf die die Stadtverwaltung selbst Einfluss hat, weil sie ihr gehören, sollen auf modernste LED-Technik umgerüstet werden. Weil dann ohnehin daran gearbeitet wird, sollen im Zuge dessen auch die Symbole auf den Scheiben, durch die die Ampellichter scheinen, erneuert werden.

Initiative ging von einem Bürger aus

Sie sollen dann nicht den Standard-Ampelmann, der geht (grün) und der steht (rot) zeigen, sondern das Grubenmännchen. Diese Idee geht auf eine Initiative von Christoph Kirchhelle zurück, der als Bürger selbst einen Antrag an die Politik und Verwaltung formuliert hatte. Darüber entschied die Politik Ende November, dass man eine Einrichtung des „Bergmännchens“ an den vier städtischen Ampelanlagen, so hieß es damals, prüfen wolle.

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Das ist jetzt offenbar geschehen: Der Umweltausschuss empfiehlt nun nämlich dem Energiebeirat die Umrüstung an den zwei Fußgängerampeln entlang der Lönsstraße und am Biesenkamp, also an drei Stellen der Ring-Einbahnstraße rund um die Innenstadt.

„Technische Ausrüstung überaltert“

„Bei der Prüfung zeigte sich“, heißt es in der Verwaltungsvorlage für den Ausschuss, „dass die technische Ausrüstung der vorhandenen Anlagen so überaltert ist, dass eine Umrüstung auf LED-technik, die energiesparend auszurichten ist, erforderlich wird.“

Dabei lautet die Empfehlung sogar, es gleich „richtig“ zu machen: Nicht einfach die 230-Volt-Leuchtmittel mit 14 Watt Leistung statt der alten Lampen einsetzen, sondern gleich auch die Technik auf den aktuellen Stand der Dinge bringen und dann LEDs zum Einsatz bringen zu können, die 1,7 Watt verbrauchen. Man spare so 5350 KW Strom und emittiere damit 2,6 Tonnen weniger CO2, so die Berechnung.

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Durch die Umrüstung könnten zugleich die Wartungsintervalle verlängert werden, sodass auch hier Kosten gespart werden. Und es werden Grubenmännchen statt der sonst bekannten „Euromännchen“ eingesetzt.

Straßen NRW will dabei nicht mitmachen

Warum nur an diesen drei Ampeln? Die anderen, so die Verwaltungsvorlage, seien nicht in kommunalem Besitz, sondern hier sei Straßen NRW zuständig. Eine Anfrage der Stadtverwaltung an die Landesbehörde, ob man sich an weiteren Umrüstungen im Stadtgebiet mit dem Grubenmännchen beteiligen wolle, ist laut Stadtverwaltung negativ beschieden worden: „Unter Berufung auf den Erlass des Verkehrsministeriums vom 13. Juni 2018“ sei eine Umrüstung „nicht vorgesehen“. Dienstagabend stimmt der Umweltausschuss ab, Donnerstag (27. Juni) der Betriebsausschuss 3.

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