Die zwei Habinghorster Grundschulen haben sich zum Impfen zusammengetan. Am Freitag (12.3.) wurde das komplette Personal gegen Corona geimpft. © Grundschule am Busch
Coronavirus

Grundschulleiterin zu Astrazeneca: „Jetzt wollen wir auch die zweite Impfung“

Am Freitag (12.3.) wurde in beiden Habinghorster Grundschulen geimpft. Nach dem Stopp von Astrazeneca gibt es statt eines Termins für die Zweit-Impfung nun nur Selbsttests. Wenn sie denn kommen.

Die Grundschule am Busch und die Erich-Kästner-Schule liegen nur fünf Autominuten voneinander entfernt. Da hat man sich zum Impfen zusammengetan: Am Freitag (12.3.) wurden alle, die an den beiden Habinghorster Schulen arbeiten, in der Turnhalle der Grundschule am Busch geimpft.

Und alle, das ist im doppelten Sinne gemeint: Nicht nur Lehrer und Lehrerinnen, sondern auch Hausmeister, Reinigungskräfte, OGS-Betreuer und Schulbegleiter waren dran. Und von all diesen hat sich auch niemand gegen die Impfung entschieden. „Wir haben eine Impfquote von 100 Prozent“, sagt Yvonne Bußmann, Konrektorin der Grundschule am Busch.

60 Personen sind insgesamt geimpft worden

60 Personen haben insgesamt zwischen 12 und 16 Uhr ihren Arm hingehalten. „Der Nachmittag ist ohne Probleme verlaufen“, sagt Bußmann. Geimpft hat ein Arzt aus Schwerin mit zwei Arzthelferinnen. Alle Fragen seien geklärt worden, alle Bedenken ausgeräumt.

Denn die habe es durchaus gegeben, so Bußmann. Schließlich kam am Tag zuvor die Meldung, dass Dänemark die Impfungen mit Astrazenca vorerst wegen Nebenwirkungen aussetzt. „Da hatten schon einige ein mulmiges Gefühl“, sagt die Konrektorin. Aber nach den Gesprächen mit dem Impfarzt sei allen klar gewesen: Wir wollen das, das ist richtig und wichtig.

Konrektorin: Hoffentlich klärt sich schnell, wie es weitergeht

Und an der Einstellung habe sich auch nichts mehr geändert, nachdem Deutschland am Montag ebenfalls entschieden hat, die Impfungen mit Astrazeneca vorerst zu stoppen. „Wir wollen jetzt auch die zweite Impfung haben“, fasst Bußmann die Stimmung in den Kollegien zusammen. Man hoffe, dass sich schnell kläre, wie es mit dem umstrittenen Impfstoff weitergeht. Und damit auch, wie mit den Zweitimpfungen an den beiden Grundschulen.

Einen Termin für diese hatte es laut Bußmann ohnehin noch nicht gegeben. Fest steht nur: Beide Schulen lassen sich wieder zusammen impfen. Bis dahin bleibt nur, positive Corona-Fälle mit Selbsttests schnell auszumachen. Auch hier arbeiten beide Grundschulen mit der Schweriner Arztpraxis zusammen, die ihnen die Tests zukommen lässt. Die Lehrer und anderen Angestellten machen sie dann selbst: An der Grundschule am Busch gibt es einen extra Testraum für den Abstrich.

Gibt es für morgen Selbsttests? Das ist noch unklar

„Wenn man das einmal gezeigt bekommt, kriegt man das gut hin“, sagt Bußmann.

Jeden Donnerstag und jeden Montag soll sich das Schulpersonal nun selbst testen können. So zumindest ist der Plan. „Es gibt Lieferschwierigkeiten“, erklärt die Konrektorin, warum es nicht zwingend so funktioniert, wie erdacht. Vergangene Woche habe man viele Tests vor der Impfung verbraucht. Daher hätten die Tests am Montag (15.3.) nur noch fürs Lehrpersonal gereicht.

Ob für Donnerstag (18.3.) Tests kommen? Das weiß Yvonne Bußmann am Morgen zuvor noch nicht: „Ich hoffe.“

Impfreaktionen ja, Fehltage nein

Fieber, Schüttelfrost, Gelenkschmerzen und Schmerzen rund um die Einstichstelle – viele der Geimpften in den beiden Habinghorster Grundschulen hatten laut Yvonne Bußmann, Konrektorin der Grundschule am Busch, Impfreaktionen. Die meisten schon gleich in der Nacht nach der Impfung. Auch Samstag hätten sich viele noch schlapp gefühlt. Aber bis Montag seien alle wieder fit gewesen, keiner habe sich krank gemeldet.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Ist fürs Journalistik-Studium vor 20 Jahren nach Dortmund gezogen und hat danach jahrelang in der Nachrichtenredaktion gearbeitet. Lebt schon lange im Dortmunder Westen und freut sich, hier und in Castrop-Rauxel auch journalistisch unterwegs zu sein.
Zur Autorenseite
Avatar
Lesen Sie jetzt