Grundstück für Solarpark gesucht

Homberger Unternehmen plant Anlage

23.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis Ende 2007 soll die etwa ein Hektar große Anlage mit 16 bis 19 Solarbäumen fertiggestellt sein. Ein hiesiger Unternehmer konnte als Investor gewonnen werden. Auch Bürgermeister Johannes Beisenherz ist von der Idee angetan und derzeit bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück behilflich. Die zweiachsig nachgeführten Solarbäume bestehen aus einem Mast und einem Solarsegel, das mit bis zu 20 Photovoltaikzellen bestückt ist. Durch einen computergesteuerten Sensor werden die Kollektoren so ausgerichtet, dass sie immer im optimalen Winkel zur Sonne stehen. Nachts stehen die Segel so, dass sie die Nachtfeuchtigkeit sammeln, mit der am Morgen automatisch die Oberfläche gereinigt wird. Bei einer Größe von 60 Quadratmetern leistet eine solche Anlage etwa 8 Kilowatt, das sind 10400 Kilowattstunden im Jahr. Im Vergleich zu einer auf dem Hausdach montierten Photovoltaikanlage ist der Ertrag um 30 bis 40 Prozent höher. Ein weiterer Clou ist: Über einen Zähler wird der überschüssige Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Dafür erhält der Betreiber vom ortsansässigen Energieversorger für die Dauer von 29 Jahren eine Mindestvergütung, die im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) geregelt ist. Die gesetzlich geregelte Abnahmegarantie, die geringen Wartungs- und Betriebskosten sowie die lange Lebensdauer der Solarbäume garantieren möglichen Investoren relativ hohe Planungssicherheit. Alle Montageteile sind übrigens zu 100 Prozent als Wertstoff recyclebar. Mit großem Erfolg hat Hartmut Sandmüllers Firma bereits in seiner Heimatstadt Homberg (Baden-Württemberg), in der Gemeinde Gilserberg (Hessen) und in der Nähe von Alicante (Spanien) Solarparks gebaut. «Wenn ein Park gebaut ist, kommen andere hinzu,» ist Hartmut Sandmüller (Foto) überzeugt. Die originale Technik stammt von der Münchener Firma Deger. Indes hat Hartmut Sandmüller die Konstruktion um einige Finessen bereichert und verbessert. So reagieren die Anlagen automatisch bei erhöhtem Windaufkommen und werfen sogar Schnee ab, wenn dieser die Lichtsammlung behindert. Mit Hilfe von Videoüberwachung kann der Solarpark zudem kontrolliert werden. Mögliche Defekte sind schneller zu beheben, tägliche Ertragskontrolle ist gesichert. Am Bau des neuen Solarparks möchte Sandmüller möglichst viele ortsansässige Handwerker beteiligen. Etwa für Fundament- und Elektroarbeiten. Der Solarpark - ein Lichtblick. WEC Ansprechpartner ist Hartmut Sandmüller unter der Telefonnummer: 0 56 81/47 68.

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